Full resolution (TIFF) - On this page / på denna sida - VII. Esra. Der Gründer des Judentums - 7
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ls Esra den Platz vor dem Wassertor verließ, hatte
er das beglückende Gefühl des vollbrachten Lebens-
werkes: das Judentum war gegründet. Er hatte an
diesem Tage dessen Grundsteine gelegt: die Thora
und die Synagoge. Mit der Thora ward dem Volk
eine feste Lebensordnung gegeben, mag die Diaspora
sich wenden nach welcher Richtung immer. Durch die
Thora wird die Religion allumfassender Lebensstil, nicht
nur eine der Ausdrucksformen des Daseins. Durch die
Thora wird die Religion persönliches Eigentum des ein-
zelnen, ruhend auf eigenem Wissen — nicht bloß Übung
und „eingelerntes Menschengebot“. Mit der Synagoge
erhält das Judentum ein bewegliches Volksheim, das
nichts und niemand besiegen kann. Diese wird ein
Jerusalem werden, das dem Volke auf allen seinen Wan-
derungen folgt, ein untrennbarer "Teil desselben. Mit
der Synagoge ersteht Größeres und Weiteres, als der
Tempel gewesen. Die Synagoge wird Bethaus und
Lehrhaus in einem sein. Die Vorlesung aus der
T’hora wird in den Mittelpunkt des Gottesdienstes ge-
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