- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
503

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 7. Sport. Von [V. G. Balck] G. Åsbrink

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ALLGEMEINE ÜBERSICHT.

503

galt, in Wald und Feld und auf der See sicli ordentlich zu helfen. Dass
der Nordländer als Seefahrer ein gewaltiger Sportsmann und Krieger
war, davon zeugt nicht nur die Geschichte des Nordens, sondern auch die
mancher anderen Länder.

Die obengenannten Sportübungen sind, wie man sieht, fast dieselben,
die sich ziemlich unverändert durch Jahrhunderte bis auf unsere Tage
erhalten haben, und man ist der Ansicht, dass die Skandinavier des
Altertums durch den Sport auf der Höhe körperlicher Ausbildung standen.
Ohne Zweifel haben jene Skandinavier, die jahrhundertelang England
kolonisiert haben, ihre Spiele und Sportübungen dort eingeführt und auf
diese Weise zur Begründung des englischen Sports beigetragen, der die
genannten Formen körperlicher Übung enthält.

Bei dem schwedischen Yolke hat der Sport zu allen Zeiten in hohen
Ehren gestanden. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts befand er
sich jedoch in einer Periode der Schwäche, und das schwedische
Volksspiel drohte gänzlich auszusterben. Durch den neuerwachenden Sportsinn,
der unsere Zeit kennzeichnet und sich während der letzten Jahrzehnte
auch über Schweden verbreitet hat, wurde der schwedische Sport zu
neuem Leben erweckt. Natürlich hat er so ein moderneres Gepräge
bekommen, wenn auch eine Anzahl Sportarten als rein nationale ihren
ursprünglichen nordischen Charakter bewahrt haben; ganz besonders gilt
dies von den verschiedenen Arten des Wintersports.

Der Wintersport, worunter man die Übungen versteht, die Eis oder Schnee
voraussetzen, hat in Schweden zu keiner Zeit Zeichen des Aussterbens
aufgewiesen, wenn auch die graphische Kurve ebenso abwärtsgehende wie aufwärtsgehende
Teile zeigt. Diese Sportart war stets völlig national und selbständig. Durch
Wettkämpfe und verständige Pflege hat aber auch er eine vorher ungeahnte
Entwicklung erfahren.

Schlittschuhlaufen ist von allen in Schweden geübten Sportarten die
meistverbreitete; seine Verbreitung ist so gross, dass man wohl, ohne sich einer
Übertreibung schuldig zu machen, sagen darf: sozusagen jeder Gebildete kann
Schlittschuhlaufen; und zwar steht seit den letzten Jahren hierin das weibliche
Geschlecht kaum hinter dem männlichen zurück. Auch im Volke erfreut sich das
Schlittschuhlaufen grosser Beliebtheit, teils als unterhaltender Sport, teils auch als
praktisches Beförderungsmittel über die vielen Meerbusen. Schwedische
Schlittschuhläufer haben auch im Auslande Anerkennung und Auszeichnungen erhalten,
und im Jahre 1911 waren Schweden die Inhaber beider Meisterschaften im
Kunstlaufen : sowohl die europäische wie die Weltmeisterschaft wurden bei den vom
Internationalen Schlittschuhläuferbund veranstalteten Konkurrenzen mehrmals von
Schweden gewonnen. Der genannte Bund, der vierzehn Länder umfasst, wird in
gewisser Hinsicht von Schweden geleitet, das den Vorsitzenden und den
Schriftführer stellt. Auch im Schnellauf hat Schweden viele gute Kämpfer auf den Plan
gestellt, denen bei internationalen Konkurrenzen im Auslande die Meisterschaft
zuerkannt wurde. In hervorragenstem Masse hat sich auf diesem Gebiete der
»Allgemeine Stockholmer Schlittschuhklub» betätigt. In den letzten Jahren haben
sich in Schweden zahlreiche Schlittschuhklubs gebildet, und in den meisten
grösseren Städten werden natürliche oder künstliche Eisbahnen unterhalten.

Der Skilauf, ohne Zweifel der grossartigste Sport, den es gibt, war in den
sechziger und siebziger Jahren in Schweden sehr zurückgegangen und wurde

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