Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 8. Öffentliche Sammlungen und Institutionen für Wissenschaft und Kunst. Die periodische Presse - Zeitungswesen. Von B. Lundstedt
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
ZEITUNGSWESEN.
539
heute. Ihre Herausgabe ist seit 1791 Privilegium der Schwedischen
Akademie. Sie ist in gewissem Grade Organ der Regierung und enthält
in erster Reihe alle amtlichen Bekanntmachungen; gegen Erstattung der
Beförderungskosten ist sie auch den schwedischen Kommunen zugängig.
Zur Herausgabe periodischer Schriften bedurfte es in früheren Zeiten
eines Privilegiums der Regierung; ausserdem waren sie gleich allen
anderen Druckschriften der Zensur unterworfen. Während der sog.
Freiheitszeit wurde jedoch die Pressfreiheit eingeführt, wobei hervorgehoben zu
werden verdient, dass Schweden das erste Land war, in dem die
diesbezüglichen Bestimmungen den Charakter eines Grundgesetzes erhielten
(1766). Unter den jetzt geltenden vier Grundgesetzen des Landes
befindet sich auch ein Pressgesetz von 1812 mit ausführlichen
Bestimmungen über das Recht der Herausgabe von Druckschriften, über die
Verantwortlichkeit für dieselben und über das Rechtsverfahren in
Pressprozessen; es sei bemerkt, dass man sich in solchen Prozessen einer Jury
bedient — ein dem schwedischen Prozesswesen sonst fremder Zug.
Jeder, der nicht eine entehrende Strafe erlitten hat oder für unwürdig
erklärt worden ist, die Sache eines anderen zu führen, hat das Recht,
periodische Schriften herauszugeben, nachdem er beim Justizminister eine
entsprechende Anzeige erstattet hat. Hinsichtlich der
Verantwortlichkeit gilt der Herausgeber als Verfasser.
Eine Übersicht der Entwicklung der periodischen Literatur in Schweden gibt
die Tabelle auf der nächsten Seite.
Die bekanntesten Zeitungen in Schweden sind gegenwärtig die obengenannte
Post- och Inrikes Tidningar, ferner Stockholms Dagblad (gemässigt),
Aftonbladet, Aftontidningen, Dagen, Dagens Nyheter, Stockholms-Tidningen, Svenska
Dagbladet und Svenska Morgonbladet (liberal), Nya Dagligt Allehanda (konservativ),
Social-Demokraten (sozialistisch) — sämtlich in Stockholm erscheinend.
Von Provinzblättern seien genannt die liberalen: Göteborgs Handels- och
Sjöfartstidning, Göteborgs-Posten, Öresunds-Posten (Hälsingborg), Folkets Tidning
(Lund), Skånska Dagbladet (Malmö), Östgöten (Linköping), Nerikes Allehanda
(Örebro), Karlstads Tidningen, Upsala Nya Tidning, Gefle Dagblad, Sundsvalls
Tidning, Vesternorrlands Allehanda (Härnösand) und Norrbottens Allehanda
(Luleå); die konservativen: Göteborgs Aftonblad, Helsingborgsposten
Skåne-Halland, Malmötidningen Skånska Aftonbladet, Kalmartidningen Barometern,
Smålandsposten (Växjö), Smålands Allehanda (Jönköping), Norrköpings
Tidningar und Gefle-Posten; die gemässigten: Göteborgs Morgonpost, Helsingborgs
Dagblad, Lunds Dagblad, Sydsvenska Dagbladet Snällposten (Malmö), Karlskrona
Tidningen, Östgöta Correspondenten (Linköping), Östergötlands Dagblad
(Norrköping), Upsala, Hernösands-Posten, Sundsvallsposten und östersundsposten;
die sozialistischen: Ny Tid (Gotenburg), Skånska Social-Demokraten
(Hälsingborg), Arbetet (Malmö), Ystadsbladet Aurora, Smålands Folkblad (Jönköping),
Östergötlands Folkblad (Norrköping), Arbetarebladet (Gävle) und Nya Samhället
(Sundsvall).
Von den 362 politischen Zeitungen, die es nach der Schwedischen
Zeitungsliste 1913 in Schweden gab, erschienen 41 in Stockholm, und von den 76
Tageszeitungen erschienen in der Hauptstadt 12. Neuerdings hat die Provinzpresse
sich bedeutend entwickelt. Im Jahre 1850 gab es ausserhalb Stockholms nur
eine Tageszeitung, 1913 gibt es ihrer 64.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>