Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 8. Öffentliche Sammlungen und Institutionen für Wissenschaft und Kunst. Die periodische Presse - Zeitungswesen. Von B. Lundstedt - 9. Die schöne Literatur. Von R. Steffen
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DIE SCHÖNE LITERATUR.
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zirken des Vereins angehören, die durch je einen Bevollmächtigten im
Vereinsvorstand vertreten sind. Zu den internationalen Journalistenkongressen, die seit
1894 fast jährlich stattfinden, hat der Publizistenklub Delegierte als Vertreter der
schwedischen Journalisten entsandt; der vierte Journalistenkongress fand 1897
in Stockholm statt. Im Auftrage des Publizistenklubs hat der Erste Bibliothekar
Dr. Bernhard, Lundstedt eine Bibliografi över Sveriges periodiska litteratur 1645
—1899 (3 Teile, Stockholm 1895—1902) verfasst, eine ausführliche Darstellung
der periodischen Literatur in Schweden in chronologischer Folge.
Tidningsutgivareföreningen (Verein der Zeitungsherausgeber), gegründet 1898,
hat den Zweck, die gemeinsame Arbeit der schwedischen Presse in Wirtschaft
licher Beziehung wie überhaupt die gemeinsamen Interessen der Presse und der
Mitglieder zu fördern. Der Verein zählte 1913 130 Mitglieder.
Svenska journalistföreningen (Schwedischer Journalistenverein), gegründet 1901,
hat den Zweck, die Interessen der schwedischen Journalisten, deren
Hauptbeschäftigung in redaktioneller Arbeit an einer schwedischen Zeitung oder in
einem journalistischen Bureau besteht, wahrzunehmen, die wirtschaftliche und
gesellschaftliche Stellung dieses Standes zu heben und einen guten und
kollegialen Geist in demselben zu fördern. Der Verein besteht aus sechs
Bezirksvereinen unter einem gemeinsamen Hauptvorstand und hatte Anfang 1913 329
Mitglieder.
9. DIE SCHÖNE LITERATUR.
Die Wirksamkeit eines Volkes in Literatur und Kunst wie in der
wissenschaftliehen Forschung bildet sozusagen die Krone seiner geistigen
Kultur. Eine kurzgefasste Darstellung jenes Wirkens darf daher in einem
Werke tiber »Land und Leute in Schweden» nicht fehlen, wenn wir uns
gleich aus Raumrücksichten hier auf einige kurze Andeutungen
beschränken müssen.
Was im besonderen die schöne Literatur betrifft, so haben die
angeborene Naturliebe und die lebhafte Einbildungskraft des schwedischen
Volkes in einer reichen lyrischen und lyrisch-epischen Dichtung Ausdruck
gefunden; dagegen ist die dramatische Literatur im allgemeinen
weniger bedeutend. Die verschiedenen Epochen der schwedischen
Literaturgeschichte fallen im grossen ganzen mit den entsprechenden Epochen der
Weltliteratur zusammen, oder eher noch — vor dem Eintritt in eine
regere Kulturgemeinschaft mit den Völkern Südeuropas — mit den
verschiedenen Entwicklungsstufen der Kultur, die lange Zeit hindurch den
nordischen Völkern zum grossen Teil gemeinsam war.
Höchstwahrscheinlich hatte nämlich auch Schweden eine alte Literatur von
der Art der isländischen Eddalieder und des angelsächsischen Beowulfliedes.
Viele Gründe sprechen dafür, dass das letztgenannte Epos sich auf Gedichte
schwedischen Ursprungs gründet, und Felsenzeichnungen beweisen, dass
wenigstens manche der Sagen, die die Stoffe der Eddalieder bilden, auch in
Schweden bekannt waren. Bei den Opferfesten in Altuppsala wurden auch, wie
Adam von Bremen berichtet, mancherlei Lieder vorgetragen. Doch sind die
Spuren dieser ältesten Literatur recht selten und bestehen hauptsächlich in kurzen
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