- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Agrikulturwissenschaft. Von H. L. O. Winberg

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IV. DAS UNTERRICIITSAVESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.

könnten», und sein Schüler And. Jak. Retzius (1742—1821) vervollständigte
Linnés Arbeit durch einen »Försök till en flora æconomica» (Versuch einer Flora
ceconomica); auch lieferte er Beiträge zur Geschichte der Haustiere durch seine
»Studier öfver hornboskapen» (Studien über das Hornvieh) nach den zoologischen
Funden in den Torfmooren Schonens. Etwas später wirkt J. J. Berzelius (1779—
1848) durch seine Vorlesungen über tierische Chemie (1806—08) grundlegend auf
diesem Gebiete. Überhaupt hat die »Freiheitszeit» eine recht reichhaltige Literatur
und bisweilen wirklich hervorragende Bestrebungen auf dem Gebiete der
Agrikulturwissenschaft aufzuweisen. Einen angesehenen Platz in dieser Hinsicht
nimmt J. G. Wallerius (1709—85), Professor der Chemie, ein, der durch seine
Schrift »Åkerbrukets chemiska grunder» (Chemische Grundlagen des Ackerbaues)
als Agrikulturchemiker grundlegend ist und seiner Zeit weit vorauseilt. In einer
anderen Abhandlung gibt er eine recht vollständige Bodenartenlehre und wusste
auch seine Lehren als praktischer Landwirt anzuwenden, worüber er in den
»Observationer vid åkerbruket under 30 år» (Beobachtungen beim Ackerbau im
Laufe von 30 Jahren) berichtete.

In den von der Akademie der Wissenschaften herausgegebenen »Ekonomiska
annalerna» (ökonomische Annalen) erschienen auch während dieser Zeit recht
oft Abhandlungen wissenschaftlichen Inhalts, die verschiedene Zweige der
landwirtschaftlichen Ökonomie betrafen, während die Auffassung jener Zeit von dem
praktischen Betriebe der Landwirtschaft in Schriften zum Ausdruck kam
wie z. B. E. Salanders (1699—1764) »Gårdfogdeinstruktion» (Instruktion für
Gutsverwalter, 1727), Jan Brauners »Tankar och försök om åker och äng»
(Gedanken und Versuche über Acker und Wiese, 1852) oder »Tankar vid
skötseln av boskap» (Gedanken über die Viehwirtschaft, 1756), K. G. Boijes
(1698—1769) »Förfarna svenska landthushållaren» (Der kundige schwedische
Landwirt, 1756), K. Dahlmans »Svenska Reddejan» (Die schwedische Reddeja,
1772), die Zeitschrift »Journalen» (von 1781 an), J. af Darellis (1756—1834)
»Fogderegler och ladugårdsordning» (Verwalterregeln und Viehstallordnung, 1799),
N. V. Törnes »Landthushållningen i systematisk ordning» (Landwirtschaftslehre
in systematischer Ordnimg) (1801—14) u. a. m.

Erst in den 1830er Jahren beginnt indessen unter dem Einfluss der neuen
Bewegungen auf dem Gebiete der Landwirtschaft in England und Deutschland
sowie der in diesen Ländern erblühenden landwirtschaftlichen Literatur eine
rationelle theoretische Tätigkeit in dem Fache sich bemerkbarer zu machen und
Anwendung in der Praxis zu gewinnen. Thaers Schüler Edv. Nonnen (1804—
62) kann wegen seiner Gründung des ersten landwirtschaftlichen Institutes in
Schweden (1833), Degeberg, sowie wegen seiner Vorlesungen und Flugschriften
als derjenige bezeichnet werden, der einem allgemeineren wissenschaftlichen
Studium der Landwirtschaft den Weg gebahnt hat, wie er denn auch in seiner
gesamten Tätigkeit ein in vielen Hinsichten einzig dastehender Bahnbrecher
war. Alexis Noring (1799—1844) vermittelte zu dieser Zeit die Kenntnis von
Englands auf neue Prinzipien gegründeter Tierzucht und hat durch seine
Zeitschriften, besonders »Kvartalsskrift för landtbruk och husdjurskötsel» (1836—41)
(Quartalszeitschrift für Landwirtschaft und Haustierpflege) sowie durch seine
Handbücher für Ackerbau und Haustierpflege eine besonders fruchtbare Arbeit
geleistet. Auf dem Gebiete der Viehzucht wirkte zu gleicher Zeit der
Engländer Josef Fogg durch sein vielfach angewandtes »Handbok» (1836—41). Neben
diesen tritt schliesslich John Teofil Nathorst (1794—1862), ebenfalls ein Schüler
Thaers, schon 1825 mit seinem preisgekrönten »Handbok i ullkännedom och
fårskötsel» (Handbuch der Wollkunde und Schafzucht) und 1832 mit seinem ebenfalls
preisgekrönten »Förslag till läroanstalt i landtbruket» (Entwurf zu einer
landwirtschaftlichen Lehranstalt) hervor und entfaltete später als Sekretär der
Landwirtschaftsakademie eine verdienstliche Tätigkeit als Schriftsteller, Organisator und Lehrer.

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