Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Zoologie. Von E. Lönnberg - Geologie und Mineralogie. Von E. Erdmann
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GEOLOGIE UND MINERALOGIE.
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lehrer G. Adlerz (geb. 1858), der Entomologe Privatdoz. Dr. S. Bengtsson (geb.
1860), der Paläontologe Prof. C. Wiman (geb. 1867), der Intendant am
Goten-burger Museum L. A. Jägerskiöld (geb. 1867), Gymnasialoberlehrer C. 0. von
Borat (geb. 1843), Gymnasialoberlehrer L. G. Andersson (geb. 1868),
Staatsentomologe A. Tullgren (geb. 1874), der Entomologe Dr. I. Trädgärdh (geb. 1878),
der Helminthologe Privatdoz. Dr. T. Odhner (geb. 1879), Privatdoz. Dr. N.
von Hoisten (geb. 1881).
Geologie und Mineralogie.
Auf dem Gebiete der geologischen Forschung nahm Schweden schon
frühzeitig einen hervorragenden Platz ein. Urban Hjärne (1641—1724) sprach die
später von mehreren Forschern weiter entwickelte Ansicht aus, dass die
Erdschichten ursprünglich im Wasser abgesetzt wurden, dass die Versteinerungen
lebende Wesen dargestellt haben, und dass die Erde gewissen Veränderungen
unterliegt. Nach Hjärne traten E. Swedenborg (1688—1772), M. v. Bromell
(1679—1731), K. Stobæus (1690—1742) und A. Celsius (1701—44) mit für ihre
Zeit recht bemerkenswerten Abhandlungen über geologische, mineralogische und
paläontologische Fragen, der letztgenannte über die Wasserabnahme in der
Ost-und Nordsee, hervor.
Karl v. Linné (1707—78) erklärte mit seiner scharfen Beobachtungsgabe auf
eine bewundernswert richtige Weise die verschiedenartigen geologischen
Verhältnisse, welche er in mehreren Landschaften Schwedens beobachtete; so z. B. stellte
er ein noch jetzt seinen Hauptzügen nach gültiges Profil des aus horizontalen
kambrischen und silurischen Gesteinsschichten aufgebauten Berges Kinnekulle
auf und verglich die Schichtfolgen daselbst mit denen in anderen Gegenden.
Dadurch, dass Linné eine bestimmte Schichtenreihe über die ganze Erde hin
annahm sowie die Ansicht aussprach, dass die Bildung der Schichten im Wasser
stattfand, hat er in der Tat den Grund zu dem von dem deutschen Geologen
und Mineralogen Werner in den 1780er Jahren aufgestellten System gelegt,
nach welchem die Gesteinsarten nach der Reihenfolge eingeteilt werden, in der
sie aus dem Wasser abgesetzt wurden, ein System, das eigentlich nichts anderes
ist, als eine weitere Entwicklung der Linnéschen Ansichten. — Was die
Mineralien betrifft, so erkannte Linné die Bedeutung der Kristallform für deren
systematische Einteilung, und diese seine Methode wurde von I. G. Wallerius
(1709—85) befolgt, der das erste wirkliche Handbuch der Mineralogie herausgab,
eine Arbeit, die unvergleichlich viel besser ist als alles, was bis dahin seit
Agri-colas Tagen innerhalb dieser Wissenschaft geschrieben worden war. A. F.
Cronstedt (1722—65) führte durch sein ausgezeichnetes Werk »Försök till mineralogi
eller mineralrikets uppställning» (Versuch einer Mineralogie oder Aufbau des
Mineralreiches), welches in mehrere fremde Sprachen übersetzt wurde, die
Mineralogie einen Riesenschritt vorwärts.
Im Jahre 1766 gab T. Bergman (1735—84) sein berühmtes Werk »Physisk
beskrivning över jordklotet» (Physische Beschreibung des Erdballes) heraus, das
in noch höherem Masse als Linnés Arbeiten als ein Vorläufer von Werners
System angesehen werden kann. Die genannte Beschreibung enthält viele
beachtenswerte Äusserungen über die Bildungsweise und Einteilung der Boden- und
Gesteinsschichten, deren Metamorphosen und Störungen u. a. m., Äusserungen,
welche von einer für ihre Zeit ungewöhnlich klaren Auffassung der geologischen
Ereignisse Zeugnis ablegen. Unter anderem wies Bergman darauf hin, dass das
Sediment, das auf dem Meeresboden abgelagert wird, zur Erhöhung des
Wasserspiegels beitragen muss, eine Ansicht, die in neuerer Zeit weiter entwickelt und
angewandt worden ist, um zunehmende Wasserhöhe zu erklären — D. Tilas
(1712—72), S. G. Hermelin (1744—1820) und V. Hisinger (1766—1852) haben
42—130177. Schweden. 1.
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