Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Forstwirtschaft - 1. Die Wälder. Von Th. Örtenblad - Forstunterricht. Von A. Wahlgren - 2. Forstindustrie. Von E. Arosenius
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DIE FORSTINDUSTRIE.
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politik, Gesetzeskunde, Verwaltungsrecht, Buchhaltung, technische Chemie und
Landwirtschaftsökonomie. Unter den Professoren fungiert einer als Rektor der
Hochschule; er hat als solcher die Angelegenheiten der Hochschule dem Vorstand
vorzutragen.
Ein Schüler, der die Forsthochschule mit dem Zeugnis befriedigend in allen
Fächern verlässt, kann nach einjährigem praktischem Dienst im Revier als
Forstassistent im Dienste des Staates angestellt werden.
Der im Zusammenhang mit der Forsthochschule stehende niedere Kursus
dürfte eine Studienzeit von ca. l1/2 Jahren umfassen. Zur Aufnahme in diesen
Kursus ist das Realschulexamen sowie mindestens 2-jährige vorhergehende
Forstpraxis erforderlich.
Die Anzahl der Staatsforstschxden beträgt 8; sie liegen in verschiedenen
Teilen des Landes. Jede von ihnen hat einen Vorsteher, der gleichzeitig
Hauptlehrer der Schule ist und einen Forstgehilfen zur Seite hat. Jeder Schule ist
ein grösserer Waldbezirk angewiesen, der vom Vorsteher verwaltet wird. Der
Kursus dauert vom 1/n—15/l0 des folgendes Jahres. Der Unterricht ist in der
Hauptsache darauf gerichtet, den Schülern praktische Fertigkeit in den
wichtigeren Waldarbeiten und Übung in der Leitung solcher Arbeiten beizubringen,
umfasst aber auch theoretische Übungen in den für die Forstwirtschaft
grundlegenden Fächern. Die Schüleranzahl ist im allgemeinen in jeder Schule 20; sie
geniessen freien Unterricht und freie Wohnung, müssen sich aber selbst
beköstigen. An mittellose Schüler werden Stipendien von 250 Kr verteilt. Zum
Eintritt in die Forstschule sind erforderlich: Beherrschung des Volksschulkursus,
gute Gesundheit und ein Alter von 20 bis 30 Jahren.
Ausser an den obenerwähnten Forstunterrichtsanstalten des Staates findet
teils an der staatlichen Landwirtschaftsschule und an den Ackerbauschulen, teils
an den auf Privatinitiative entstandenen Wald- und Köhlerschulen sowie an den
Volkshochschulen und landwirtschaftlichen Schulen Unterricht in Forstwirtschaft
statt. Eine umfassende Aufklärungsarbeit betreffend Aufziehen und Pflege des
Waldes wird ausserdem von den in den einzelnen Provinzen fungierenden
Waldpflegebehörden in Form von sog. Waldpflegekursen für die Bauern, durch
Vorträge und Anordnung von Pflanztagen für Volksschulkinder betrieben.
2. DIE FORSTINDUSTRIE.
Schon zu der Zeit, als die Schweden anfingen, in lebhaftere
Handelsbeziehungen zu andern Völkern zu treten, scheinen die Produkte des
Waldes einen erheblichen Teil der Ausfuhr gebildet zu haben, wenngleich die
Nachfrage anfangs meist andere Waldprodukte betraf als die, welche heute
die wichtigsten sind.
Aus verschiedenen Urkunden des Mittelalters ersieht man, dass Pelzwerk und
Häute gewisser Waldtiere (Elentier, Hirsch u. a.) eine gesuchte Handelsware
bildeten, die von den fremden Kaufleuten in den schwedischen Häfen aufgekauft
wurde. Aus Schweden holten die Hansestädte, die am Ende des Mittelalters
Handel und Schiffahrt des nördlichen Europas beherrschten, ihren Bedarf an
Pech, Teer, Mastbäumen und Spieren, teilweise auch an Brennholz, Planken
und Brettern. (Die ausgeführten Bretter waren nicht gesägte, sondern mit der
Axt aus dem Stamm gehauene.)
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