Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VI. Bergbau und Hüttenwesen. Einl. von C. Sahlin - 2. Eisenerzeugung. Von J. A. Leffler
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VI. BERGBAU UND HÜTTENWESEN.
heide von starken Blechmänteln umgeben und mit Chamotteziegeln ausgefüttert
sind. Der Schacht hängt in einer starken Eisenträgerkonstruktion, die von den
Wänden des Ofenhauses getragen wird. Die gesamte Ofenhöhe von der Sohle
des Schmelzraums bis zum Gichtplateau ist 12’7 Meter, der grösste
Schachtdurchmesser innen 2"2 Meter, der grösste Innendurchmesser des Schmelzraums
ca. 4 Meter, dessen Höhe ca. 2 Meter und der Gesamtfassungsraum des Ofens
ungefähr 40 cbm.
Durch das Gewölbe gehen nach unten 4 Kohlenelektroden von 660 mm im
Quadrat (jetzt 600 mm im Durchmesser), welche mit der Horizontalen einen
Winkel von 65° bilden. Der eingeleitete Strom — Dreiphasenstrom von 10 000
Voit und 25 Perioden — wird vorher in zwei Transformatoren von je 1 100
Kilovoltampere in Zweiphasenstrom mit 50—90 Voit Spannung transformiert.
Diagonal gegenüberstehende Elektroden gehören zu derselben Phase. Die
mittlere Belastung des Ofens während der drei Kampagnen des Jernkontors war
1 427, 1 502 und 1 653 Kilowatt. Die höchste Belastung, die vorgekommen ist,
war ungefähr 2 100 Kilowatt und die höchste Stromstärke pro Phase ca. 18 000
Amp. Gegenwärtig ist die Belastung etwa 2 000 Kilowatt.
Versuchswerk des »Jernkontors für elektrisches JErzsehmelzen in Trollhättan.
Durch einen Ventilator wird Gas aus dem Oberteil des Schachtes abgesaugt
und durch 4 Formen in den Schmelzraum geblasen. Der Zweck dieser
Gaszirkulation ist einerseits, das Gewölbe abzukühlen und es dadurch vor
Zerstörung zu schützen, andererseits, Wärme vom Schmelzraum in den Schacht
hinauf zu transportieren und auf diese Weise die .Vorwärmung des Schmelzgutes
und die Reduktion des Erzes durch Kohlenoxyd zu befördern.
Die Arbeiten an diesem Ofen werden ebenso wie bei einem gewöhnlichen
Hochofen ausgeführt.
Während der Versuchszeit, vom 15 n 1910 bis zum 30/’9 1912, wurde eine
grosse Menge von schwedischen Bergerzen und ausserdem Schlich und Briketts
von verschiedenen Stellen erprobt. Versuche mit Koks als Reduktionsmittel
wurden ebenfalls ausgeführt, aber ohne Erfolg. Im ganzen wurden 13 660 t
Erz, Schlich und Briketts mit 1 101 t Kalkstein geschmolzen und 8 450 t
Roheisen erzeugt. Im Mittel für die ganze Zeit wurden nach den Gichtjournalen
23’ii hl Holzkohle pro t Eisen verbraucht und 3*84 t Eisen pro an den
Instrumenten abgelesenem Kilowattjahr erzeugt (d. i. 2 280 Kilowattstunden pro t Eisen).
Der Elektrodenverbrauch war während der dritten Kampagne etwa 4’5 kg pro
t Eisen und beträgt nunmehr nur 3 kg.
Hie auf der Anlage ausgeführten Versuche haben in erheblichem Masse
dazu beigetragen, die Frage der Reduktion von Eisenerz auf elektrischem
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