Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IX. Schiffahrt. Von H. Rosman - Lotsen- und Leuchtfeuerwesen. Rettungsstationen für Schiffbrüchige. Von E. A. Smith
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das lotsen- u. leuchtfeuerwesen. die rettungsstat. f. schiffbrüchige. 637
ferner die Nebelsignalierung ob. Für die kleineren Leuchtfeuer, die in
den Schärenbezirken angebracht sind und nicht ständig bewacht, sondern
gewöhnlich einmal die Woche nachgesehen werden, und die Nacht und
Tag brennen, sind besondere Leuchtzeiten festgestellt. Das
Leuchtfeuer-personal bezieht feste Gehälter.
Die Feuerschiffe an der schwedischen Ostküste werden im Frühling
ausgelegt, sobald dies ohne allzu grosse Gefährdung durch das Treibeis
möglich ist, und sie werden eingezogen, wenn gegen das Jahresende hin
stärkere Übereisung zu befürchten ist. An den südlichen und westlichen
Küsten des Reiches liegen dagegen die Feuerschiffe an ihren Stationen
bisweilen das ganze Jahr über. — Der Wert der 22 Feuerschiffe wurde
im Jahre 1911 auf 2 215 879 Kronen geschätzt.
Das Personal der Bettungsstationen, das im Jahre 1911 sich auf 165
Personen belief, ausser 19, die zugleich dem Lotsen- und
Leuchtfeuerpersonal angehören, hat zu versuchen, in Seenot befindliche Besatzungen zu
retten. Es geniesst eine Vergütung für jedes Bergungsunternehmen.
Die Gesamtkosten des Lotsenamtes werden aus den sog. Leuchtfeuergeldern
bestritten, d. h. den Gebühren, die nach dem Ausland abgehende oder von dort
ankommende Schiffe zu entrichten haben. Diese Gebühr beträgt gegenwärtig
25 öre für jede Tonne und für bestimmte Reisen laut Messbrief und brachte
im Jahre 1911 einen Betrag von 1 929 181 Kronen ein.
Die Anzahl der Lotsenf ahrstrassen ist 2 200 und die der Seezeichen 4 759. —
Die Anzahl der Schiffe, die während des Jahres 1911 mit Staatslotsen an Bord
auf Grund aufgelaufen sind, betrug 28, aber nur in fünf Fällen ist der Lotse
als Schuld an dem Unfall tragend zu einer Strafe verurteilt worden. — Über
die Entwicklung des Lotsen- und Leuchtfeuerwesens seit 1871 gewährt die Tab.
127 a) Auskunft.
Bei den 16 Rettungsstationen des Reiches sind während des Jahres 1911
7 Menschen und seit Beginn ihrer Tätigkeit insgesamt 1 861 Menschen gerettet
worden.
Ausser den genannten, vom Staate errichteten und unterhaltenen
Rettungsstationen hat eine private Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit Hilfe
freiwilliger Beiträge einige Rettungsstationen eingerichtet. Seitdem diese Gesell-
Tab. 127 a). Das Lotsen- und Leuchtfeuerwesen.
Jährlich [-Lotsungen-] {+Lotsun- gen+} Anzahl [-Lotsengelder-] {+Lotsen- gelder+} Kronen Ausgaben des
Lotsenamts1 Kronen [-Seeun-f-] {+Seeun- f+} alle 2 Zu Ende der Periode
[-Lotsenstationen Leucht-turm-stellen Lotsen-personal Leucht-feuer-perso-nal-]
{+Lotsen- statio- nen Leucht- turm- stellen Lotsen- perso- nal Leucht- feuer- perso- nal+} 3 Wert des Materials 4 Kronen
1871—80. . 45 080 674 627 1032 201 183 | 144 85 856 235 6133 491
1881—90. . 28 639 617 905 1337 350 208 j 135 241 780 361 8 429 081
1891—00. . 38 620 856 216 1583 033 216 131 312 939 414 10 310 218
1901—05. . 44 859 1018 507 1815 620 235 124 320 880 417 11195172
1906—10. . 46 062 1 183 200 1 875 423 212 117 331 841 465 11973 899
1911. . . . 47 393 1 258 720 1796 062 203 i 117 347 842 448 12 059 595
1 Einschliesslich der Ausgaben für die Rettungsstationen. — 1 An den schwedischen
Küsten eingetroffen. — 3 Unteroffiziere und Unterbeamten, einschliesslich der Unterbeamten
(32 im Jahre 1911), die sowohl der Lotsen- als der Lcuchtfcuerabteilung angehören. —i
4 Abzüglich des Wertes der eigenen Boote des Lotsenpersonals.
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