- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 11. 1917 /
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Drosera-Bastard prinzipiell übereinstimmt und also über die Richtig-
keit meiner damals gegebenen Schlusssätze entscheiden konnte.
Seitdem haben ja Gates, GEERTZ und Lurz in Oenothera ebenso:
konstituirte Bastarden zur Untersuchung gehabt, sind aber teilweise:
zu gewissermassen entgegengesetzten Resultaten gekommen. Ausser-
dem liegen auf zoologischem Gebiete u. a. die sehr wichtigen Unter-
suchungen von FEDERLEY (1913) über Pygaera-Bastarde vor, die
in F, eine ganz besondere heterotypische Teilung zeigen. Ich habe
Gelegenheit gehabt die Präparate von FEDERLEY selber anzusehen
und mich überzeugen können, dass hier wirklich eine sonderbare
Abweichung von dem erwarteten Schema vorliegt. Es scheint mir
daher, dass weitere Untersuchungen von Bastarden, ganz besonders
von dem Typus 2x +x in bezug auf deren Reduktionsteilungs-
vorgänge von Interesse sind.

Bastarde zwischen diploiden und tetraploiden Arten.

Dr. OsTENFELD (1911) hat einige Kreuzungen im Botanischen Gar-
ten der Universität Kopenhagen mit H. auricula und auranliacum
ausgeführt. Er hat in seiner Arbeit nähere Angaben über diese
Kreuzungen, N:o 286 und 398, angeführt. Wie schon oben
gezeigt, war eben MH. aurantiacum keine so günstige Pflanze für
zytologische Untersuchungen, wegen der eigenartigen Ausbildung
der Pollenmulterzellmembran. Aber infolge der angewandten Kreu-
zungs- und Pollinationsmethoden war Selbstbestäubung nicht ganz
ausgeschlossen und daher vorteilhaft eine Elternpflanze mit scharf
hervortretenden Eigenschaften zu wählen, um für das Gelingen
der Kreuzung einen Indikator zu haben.

Wie gesagt, wurden die Kreuzungen mit H. auricula als Mutter
und H. aurantiacum als Vater zweimal ausgeführt; beide F, gaben
sehr bunte Nachkommen, wie aus den schönen Abbildungen
in OsTENFELDS Arbeit (1910) zu entnehmen ist. Dies macht es
wahrscheinlich, dass die benützte aurantiacum-Pflanze schon selber
ein Bastard war; auch in bezug auf die Beschaffenheit der P.M.Z.-
Membran zeigten die Individuen grosse Variation. Einige stimmten
mit aurantiacum in dieser Hinsicht überein, andere hatten eine P.M.Z.-
Membran wie die Mutter und waren infolge dessen auch leicht zu.
. fixieren.

Ich habe Individuen aus beiden F,-Serien fixiert und untersucht.

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