- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 11. 1917 /
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In den somatischen Zellen liegen die zahlreichen Chromosomen
so dicht neben einander in der Metaphase, dass eine einigermassen
sichere Bestimmung ihrer Anzahl sehr schwierig ist; sicher ist
doch, dass die Chromosomenzahl weit über 36 geht. In der hetero-
typischen Teilung dagegen treten die Chromosomen verhältnis-
mässig sehr klar und scharf hervor, so dass ihre Anzahl auch in
Seitenansicht, was hier notwendig ist, ziemlich exakt festgestellt
werden konnte. Mit Sicherheit waren mehrmals wenigstens 22—24
Gemini und 6—8 ungepaarte Chromosomen zu sehen.

Sehr wahrscheinlich haben also die Keimzellen bei den Eltern
ausser den 18 »Grund»-Chromosomen (aus den Gemini) auch eine
grössere Anzahl extra Chromosomen gehabt. Es scheint mir dann
klar, dass dieser Bastard als von dem Typus (2 x + y + n) x (2x + y)
aufzufassen sei. M. a. W. unter den extra Chromosomen jeder der
befruchtenden Keimzellen waren einige »homolog», d.h. sie konnten
mit einander Gemini bilden. Sonst ist schwer zu erklären, warum
. in anderen Fällen, wo extra Chromosomen auftreten, diese auch
nicht Gemini gebildet haben. Ich werde näher unten (S. 174) ein
Schema zur Klärung dieser ziemlich verwickelten Chromosomen-
verhältnisse geben.

In Fig. 10 A ıst eine Metaphase in zwei Schnitten abgebildet.
Etwa 25 Gemini und 5 extra Chromosomen sind deutlich erkenn-
bar. Da die Zahl der Chromosomen so gross ist, so ist es schwer
in Seitenansicht die exakte Gemini-Zahl zu entscheiden. Immerhin
konnte ich an einigen Spindelfiguren mit Sicherheit konstatieren,
dass wenigstens 23 Gemini gebildet werden. Dies wird auch bei
Beobachtung der späteren Reduktionsteilungsphasen bestätigt. In
Fig. 10 B ist eine Anaphase abgebildet mit 26 Chromosomen an
dem oberen Pole, 31 an dem unteren und 3 »verspätete» ursprüng-
lich ungepaarte aber längsgespaltete Chromosomen, deren Längs-
hälften im Begriff sind nach entgegengesetzten Polen zu gehen.
Diese Figur ist besonders lehrreich. Wir sehen hier, wie durch
eine ungleichmässige Verteilung der ungepaarten Chromosomen der
eine Tochterkern eine viel gróssere Chromosomenzahl erhalten kann.
In der Fig. 10 C ist eine P. M. Z. während der Anaphase der
homotypischen Teilung abgebildet; die Zahl der Chromosomen in
jedem der vier Kerne ist etwa 26. Die mit einem Stern bezeich-
neten Chromosomen liegen im Äquator zwischen den Tochterkernen.
Die beiden mit zwei Sternen bezeichneten Chromosomen zeigen eine
deutliche Längsspaltung; ihre Lage ist im Äquator näher dem einen

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