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Wir halten es für unrichtig, Pflanzengesellschaften mit und ohne
Wald- oder Gebüsch-Schicht zur selben Assoziation (bzw. Formation)
zu ziehen.
Die Ursache, weshalb SAMUELSSON diese physiognomisch ver-
schiedenarligen Pflanzengesellschaften zu einer Einheit zusammen-
stellt, liegt hauptsächlich in ihrer »ökologischen Zusammengehörig-
keit» (vgl. SAMUELSSON 1917, S. 35). Es dürften indessen »ókolo-
gische Faktoren» sein (hier u. a. klimatische), die im einen Fall
Baumvegetation zulassen, im andern solche verhindern. Aber auch
wenn man wie SAMUELSSON so weit geht, dass man die Bedeutung
der mehr oder weniger spärlichen Waldschicht für die Untervege-
tation leugnet, so ist es doch nicht ganz natürlich, dass eine mit
verstreuten Bäumen bewachsene Heide ohne weiteres mit einer
wirklichen Heide gleich gesetzt wird. Rechnet man die mit lichten
Wald bewachsenen Pflanzengesellschaften zur selben Assoziation
wie die waldlosen, so müssten konsequenterweise die für grosse
Teile Afrikas charakteristischen Trockenwälder zu den Steppen ge-
stellt werden. Vanur (1913), der sich mit den Birkenwäldern im
schwedischen Lappland beschäftigt hat, opponiert dagegen und will
für z. B. »spärlich waldbewachsene Heiden» die Benennung »Stega-
nochamephytium» einführen; er pointiert, dass sie nicht als dieselbe
»Formation» angesehen werden können, wie die entsprechenden Hei-
den. Heide und Wald sind nämlich keine absoluten Gegensätze,
sondern Pflanzengesellschaften mit sehr spärlicher Baumyegetation
kann man weder Heiden noch Wälder nennen.
Die Gruppierungsweise, deren sich SAMUELSSON bedient hat,
wirkt also auf seine Begrenzung der Assoziationen ein, und die
Übereinstimmung zwischen den einzelnen Assoziationen und dem
von ihm definierten Assoziationsbegriff ist nicht selten sehr un-
bedeutend. Denn eine »wesentliche Ähnlichkeit» zwischen einer
Heide und einer »spärlich mit Wald bewachsenen Heide» dürfte
kaum vorliegen. Im Gegenteil bildet wohl das Vorkommen bzw.
Fehlen der Baumvegetation in einer Pflanzengesellschaft einen der
charakteristischsten Züge derselben.
MELIN (a. a. O.) ist bei der Einteilung der Moore von denselben
Prinzipien ausgegangen wie SAMUELSSON und stellt seine Assoziatio-
nen auf Grund von Übereinstimmung zwischen den Bodenschichten
der verschiedenen Elementarassoziationen (»Bestände») auf. Den in
den Feldschichten enthaltenen Arten wird nur eine sekundäre Be-
deutung beigemessen. Deswegen sind seine Assoziationen prinzipiell
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