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denen unpaarige Chromosomen vorkommen, habe ich niemals
gesehen, dass ein oder alle in die Äquatorialplatte hineingehen, um
sich längszuspalten, wie es oft bei unregelmässiger Reduktions-
teilung geschieht, wie z. B. ROSENBERG in Hieracium gefunden hat,
sondern alle Chromosomen gehen ungeteilt nach den Polen. Die
Chromosomen verteilen sich oft unregelmässig auf die Tochter-
kerne, wovon Fig. 4 ein Beispiel zeigt; der eine Kern enthält 7
und der andere 5 Chromosomen in der homotypen Teilung. Oft
bleiben auch ein oder mehrere Chromosomen in der Anaphase
zurück und bilden sich in der Telophase zu Zwergkernen aus
(Fig 5).
Die homotype Teilung ist fast immer "regelmässig, wie zu
erwarten ist, da sich in der heterotypen Teilung die unge-
paarten Chromosomen nicht der Länge nach spalten. In der
Telophase schwankt die Zahl und die Grösse der Kerne; ich habe
bis zu 12 Kerne in diesem Stadium gesehen. Zwischen diesen
Kernen bilden sich Wände aus, und die Zellen lösen sich von-
einander. Auch die kleinsten Pollenzellen vermögen Exine aus-
zubilden, aber ihre Lebensdauer ist gewöhnlich nicht lang, die
Exine wird dicker als bei den normalen Pollenkörnern, und das
Plasma degeneriert bald. Die Pollenkörner von normaler und
übernormaler Grösse werden fertig; ob alle dann auch entwicklungs-
fähig sind, kann ich nicht sagen.
Eine andere häufige Erscheinung ist die, dass die Tetradenzellen
sich nicht voneinander lösen, sondern die Exinenbildung um einige
oder alle von derselben Pollenmutterzelle abstammenden Zellen
erfolgt, so dass Pollenkörner entstehen können, die statt eines Kerns
deren zwei oder mehrere enthalten.
Bei dem anderen von mir untersuchten Individuum von Pl. major
fand ich ausser anderen Unregelmässigkeiten beinahe überall in
der Pollenbildung sukzessive Zellteilung. Dieses Individuum hatte
übrigens eine andere Chromosomenzahl als das vorige, aber ich
konnte sie leider nicht záhlen.
Bei den übrigen Arten, die ich bisher untersucht habe, ist die
Pollenbildung regelmässig.
Die Embryosackentwicklung der meisten bisjetzt untersuchten
Arten ist im allgemeinen normal.
In der Megasporenreihe entwickelt sich die unterste Zelle zu einem
normalen achtkernigen Embryosack. In älteren Stadien des un-
befruchteten Embryosacks von Pl. major habe ich jedoch viele
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