- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 13. 1919 /
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UBER DIE POLLENENTWICKLUNG BEI CHAMAE-
DOREA CORALLINA KARST.

VON

ERIK SODERBERG

Die grosse Familie der Palmae ist zytologisch und embryologisch
bisher so gut wie gar nicht untersucht worden. Meines Wissens
gibt es keine Palmenart, deren Pollen- und Embryoentwicklung man
einer genauen und mit modernen Methoden ausgeführten Unter-
suchung unterworfen hatte. Nur durch N£wEcs Untersuchung der
Wurzelspitzen von Phoenix dactylifera kennen wir die 28 betra-
gende diploide Chromosomenzahl dieser Palme. Wenn ich dann
noch Baucus »Beiträge zur Entwicklungsgeschichte und physiolo-
gischen Anatomie der Palmenblüte» sowie LOrscHers »Uber den
Bau und die Funktion der Antipoden in der Angiospermen-Sa-
menanlage» nenne, habe ich die wichtigsten Werke erwähnt, in
denen wir einige Tatsachen aus der gröberen Embryologie der
Palmen finden. Dass grade die Palmen sich so lange den For-
schungen der Zytologen und Embryologen entzogen haben, hängt
wohl hauptsächlich von der Härte und Grösse des Materials ab,
infolgedessen das Zerschneiden mittels des Mikrotoms sehr be-
schwerlich ist. In den männlichen Blüten der Chamaedorea corallina
hatte ich ein verhältnismässig leicht zu bearbeitendes Material, das
ich dank der Liebenswürdigkeit des Herrn Professor Dr. R. FRIES
aus dem Warmhause des Bergianischen Gartens erhalten hatte,
woselbst sie im März 1918 blühte. Fixiert wurde es in ZENKERS
und FLEMmMInGs Flüssigkeiten, und gefärbt wurden die Präparate mit
Eisenhämatoxylin und Lichtgrün.

In zytologischer Hinsicht fand ich bei der Untersuchung der
Pollenentwicklung bei Chamaedorea nichts Auffallendes. Nur in der
Diakinese waren die Chromosomen einigermassen deutlich, in den
übrigen Stadien dagegen zu Klumpen zusammengehallt. Die Er-

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