- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 13. 1919 /
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SVENSK BOTANISK TIDSKRIFT. 1919. Bp. 13, H. 3— 4.

DER SAMENBAU BEI CYANASTRUM OLIV:
VON

THORE, GC. E. FRIES

Im Jahre 1891 beschrieb Orıver eine neue Monokolyledonen-
pflanze aus dem tropischen Westafrika, die er Cyanasirum cordi-
folium nov. gen. et. spec. nannle. Orıver stellte die Gattung zu der
kleinen Familie der Haemodoraceae. Fünf Jahre später (1896)
publizierte Cornu, der Orıvers Beschreibung nicht beachtet hatte,
dieselbe Pflanze, die ihm aus dem tropischen Afrika zugeschickt
worden war, unler dem Namen Schoenlandia gabonensis nov. gen.
et. spec. Er rechnete seine Pflanze zu der Familie der Pontederiaceae.
In der »Flora of tropical Africa» (1898) findet man Cyanastrum
unter den Haemodoraceae. Ausser C. cordifolium Oliv. wird hier
eine weitere Art — C. Johnstoni Bak. — erwähnt, die im Gebiete
zwischen dem Tanganyika und Nyassa gesammelt worden war.
Etwas später (1900) beschrieb ENGLER zwei weitere Arten, C. hosti-
folium und C. Goelzeanum, beide aus Deutsch Ostafrika. In den
folgenden Jahren sind noch drei Arten beschrieben worden, näm-
lich C. Verdickii De Wild., C. Bassei Engl. und C. Hockii De Wild;
die beiden Arten DE WirpEMANs stammen aus Katanga, diejenige
ENGLERS aus Deutsch Ostafrika. — Nach Ros. E. Fries, der die
Cyanastrum-Arten kritisch. untersucht hat, ist indessen C. Hockii
De Wild. in keiner Weise verschieden von C. Johnstoni Bak. Es
bleiben also sechs gute Arten in der Familie der Cyanastrazeen
übrig, und alle verteilen sie sich auf zwei natürliche Gruppen in
der Gattung Cyanastrum Oliv.

Oben wurde angedeutet, dass die syslematische Slellung der
Gattung Cyanastrum unter den Monokotyledonen recht zweifelhaft

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