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Grösse leieht zu beobachten sind, liegen in diesem Kern voneinander
entfernt, nur zwei sind durch einen Plasmastrang miteinander
verbunden. Dass alle Chromosomen so deutlich ungepaart liegen,
ist jedoch nicht der gewöhnlichste Fall. Ich habe aber auf diesen
Grenzfall aufmerksam machen wollen, da wir es bei dieser Hybride
mit der Modifikation der heterotypen Teilung zu tun haben, die
ROSENBERG se miheteroty p bezeichnet. (Vgl. “halbheterotypische
Teilung“ in Sv. Bot. Tidskr. 1917, S. 202!) Im allgemeinen liegen
in später Diakinese 1—8 Chromosomenpaare, zuweilen mehrere, mit
ihren Enden zusammen. Wechselnde Anzahl der Gemini kommt
auch in den Metaphasen zum Vorschein.
Als Beispiele verschiedener Metaphasen- und Anaphasen-Ent-
wicklung habe ich in den Figuren 1 b und 1 c Entwicklungstypen
abgebildet, die durch alle Übergänge verbunden sind; sie sind nicht
als artverschieden zu betrachten, sondern nur als Ausdruck der
verschieden grossen Präzision, mit der die Teilungen vor sich gehen.
Fig. 1 b gibt den regelmässigsten Entwicklungsverlauf wieder:
eine Anzahl Chromosomen, oft 5—7, gehen zuerst nach den Po-
len, während die übrigen noch in der Äquatorialregion verweilen,
um sich später, entweder geteilt oder ungeteilt, mehr oder weniger
gleichmässig auf die beiden Pole zu verteilen. Fig. 1 c zeigt einen
Grenzfall des “unregelmässigen“ Entwicklungsverlaufs, der gewöhn-
licher als der vorige zu sein scheint: die Chromosomen ordnen
sich nie zu einer Platte, sondern liegen anscheinend ganz regellos
in der Spindel zerstreut und verteilen sich dann zufällig auf die
beiden Pole; oder aber es kommt gar nicht zur Verteilung der
Chromosomen, indem alle 21 von einer gemeinsamen Interkinesc-
membran umschlossen werden. Das Resultat von diesem Ent-
wicklungsmodus zeigen die Fig. 1d und le. Ein Riesenkern oder
zwei mehr oder weniger gleichgrosse Tochterkerne mitunter
zwei durch eine Brücke verbunden — werden gebildet und runden
sich ab.
Auf diese Weise können die eigentümlichen, diakineseähnlichen
Kerne entstehen, von denen Fig. 2b einen veranschaulicht. Dass
sie als Interkinesekerne anzusehen sind, zeigt nicht nur die in den
Präparaten leicht verfolgbare Entwicklung, sondern auch die zu
zweien vereinigten Chromosomen, deren Anzahl darauf hindeutet,
dass keine Paarung, wohl aber eine Längsspaltung, stattgefunden |
hat. Diese grossen, recht oft im Material vorkommenden Inter-
kinesekerne entstehen doch öfters auf andere Weise als auf die
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