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för beide und dazu beitragend, diesen Pflanzen ihr kohlähnliches
Aussehen zu geben, ist, dass die grossen Blätterrosetten fast ungestielt
(ohne ausgebildeten Stamm) auf dem Boden sitzen. Irgend einen
bemerkenswerteren Charakter haben wir innerhalb der floralen
Teile nicht finden können, der diese beiden Arten schärfer von
den baumähnlichen unterscheiden könnte. Man könnte auch leicht
denken, dass sich diese letzteren aus dem neuen Typus durch das
Hinaufheben der Rosette auf einen kürzeren oder längeren Stamm
entwickelt hätten. In der Tat sieht man auch ausnahmsweise
sowohl bei Brassica als bei brassicaeformis ein kurzes Stammstück
(bis zu Meterhöhe) ausgebildet. Indessen ist der Typus im ganzen
sehr konstant und durch das unerhört reiche Auftreten beider
Arten (besonders aber der Kenia-Art) auf den alpinen Hoch-
steppen in tausenden, ja, hunderttausenden Exemplaren von aller-
grösster physiognomischer Bedeutung. Die beiden Arten ergänzen
einander ganz und gar auf den beiden untersuchten Gebirgen.
Innerhalb der höheren alpinen Teile des Kenia bis zur Grenze
der Vegetation kommt ein Riesen-Senecio vor, der in seinem
Wuchs mit wohl ausgebildetem Stamm sich dem Typischen der
Gruppe anschliesst. Die Art war dort reichlich vertreten und
kann als Leitart der Regio alpina superior betrachtet werden. Wir
wollen sie mit dem Namen S. keniodendron bezeichnen. Diese
Art zeigt einen in vieler Hinsicht abweichenden Blütenbau.
Die Köpfchen sind bei derselben auffallend blütenreich; während
die Blütenanzahl bei den übrigen Arten, die wir gesehen und über
welche Angaben vorliegen, sich nicht auf 100 beläuft, gewöhnlich
aber viel kleiner ist, enthalten die Köpfchen dieser Art gegen 200
Blüten, oft noch viel mehr. Die Köpfchen sind auch ungewöhnlich
gross und breit, von einer heruntergedrückten, kugeligen Form
(Fig. 2), die einem bei einem Vergleich mit der glockenähnlich-
konischen Form der übrigen sofort in die Augen fällt. Es dürfte
aber systematisch wichtiger sein, dass zungenförmige Randblüten
ganz und gar fehlen. Die Art steht also innerhalb der Gruppe als
die einzige Vertreterin mit homogamen Köpfchen da. Auch betreffs
des Baues der einzelnen Blüten zeigt die Art einige kleine, aber
vielleicht nicht unwichtige Merkmale. So fängt z. B. die Kronen-
röhre erst ungefähr in der Mitte an, sich zu erweitern, während
sich bei den übrigen die gleichdicke Grundpartie nur bis zu einem
Drittel der Kronenlänge erstreckt. Ferner ist die Antherenröhre
innerhalb der Krone eingeschlossen, und nicht wie bei allen ande-
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