- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 16. 1922 /
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die mikropylare Spindel rechtwinkelig zur Längsachse, wodurch
die beiden oberen Zellen nebeneinander zu liegen kommen und

die ganze Tetrade also die Lage bekommt, die Nirzscuke (1914)

als T-förmig bezeichnet hat. Dieser Forscher hat übrigens bei
Cabomba dasselbe Schwanken zwischen geradliniger und T-fórmi-
ger Tetrade beschrieben, obgleich hier die T-Form viel gewöhn-
licher als die lineare ist. Wie Cabomba verhält sich nach Horw-
GREN (1913) auch Butomus umbellatus. Die T-förmige Tetrade ist
bei P. chlorantha (Fig. 1 b) gewöhnlicher als bei P. bifolia und
scheint bei jener Art ebenso oft oder selbst öfter als die lineare
Anordnung der vier Zellen vorzukommen. Bei P. obtusata scheint
die obere Spindel immer rechtwinkelig zur unteren gelegen zu sein,
und die fertige Tetrade ist also stets T-förmig (Fig. 1 c).

Eine vollständige Tetradenteilung, also die Ausbildung von vier
Zellen, scheint in der Familie Orchidaceae verhältnismässig selten
zu sein. Meines Wissens ist sie nur bei Habenaria ciliaris und
H. integra (BROWN 1909), Himantoglossum hircinum (Heusser 1915),
Calopogon pulchellus (Pace 1909) und Gymnadenia albida (AFZELIUS
1916) festgestellt worden, während die meisten bisher untersuchten
Arten in der Regel nur drei Zellen in der Tetrade ausbilden.

Bei allen drei Arten wird die chalazale Megaspore bald zwei-
kernig und wächst dann zum Embryosack aus. Die drei oberen
Zellen verhalten sich verschieden bei P. bifolia und P. chlorantha
einerseits und bei P. obtusata andererseits. Bei den beiden erste-
ren degenerieren sie schon im Zweikernstadium des definitiven
Embryosacks, ohne vorher irgend welche Kernteilungen durchzu-
machen. Bei P. obtusata dagegen bleiben sie mehr oder weniger
lange am Leben, oft bis zum Vierkernstadium des auswachsenden
Sackes, obschon sie freilich auch in seltenen Fällen sehr schnell
degenerieren können. Beinahe immer wird indessen die zweitun-
terste Megaspore zweikernig, und die beiden obersten Zellen fangen
oft eine Kernteilung an (Fig. 1 c), die jedoch gewöhnlich nur bis
zum Prophasenstadium reicht, bis die Degeneration einsetzt. Sie
degenerieren meistens elwas früher als die zweitunterste Tetraden-
zelle, können aber doch mitunter ebenso lange wie diese persistieren
und zweikernig, vereinzelte Male selbst vierkernig werden.

Die Megasporenentwicklung von P. oblusata ähnelt also sehr der
von Gloriosa (ArzELIUS 1918) und von Valeriana Phu (ASPLUND 1920).
Auch Gyrostachys kann nach Pace (1914) ein zufälliges Auskeimen
mehrerer Megasporen zeigen.

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