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Solidago virgaurea, Blattstiel, Blattunterseite.
Tanacetum vulgare, Blattunterseite, Sprossachse.
Tussilago Farfara, sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite
der Blätter.
Obenstehendes Verzeichnis enthält öber hundert Zikaden-Wirts-
pflanzen — diese Anzahl lässt sich ohne Schwierigkeiten verviel-
fältigen — von Equisetum an, wie ersichtlich, bis zu Mitgliedern
der Familie Compositae.
Dasselbe zeigt auch u. a., dass starke Behaarung keineswegs ein
Hindernis für Zikadenangriff ist /Filago montana, Saxifraga granu-
lata, Alchemilla pastoralis, Carex hirta), und ebenso wenig starke
Klebrigkeit (Viscaria vulgaris). Doch scheinen kahle Pflanzen fak-
tisch bevorzugt zu werden; auf der Liste überwiegt die Anzahl
derselben bedeutend diejenige der anderen. Das Vorhandensein
von Milchsaft scheint ebensowenig einen Schutz zu bilden; das
geht u. a. aus dem häufigen Vorkommen der Zikaden auf Euphor-
bia Cyparissias, Campanula-Arten und verschiedenen Hieracien her-
vor. Im allgemeinen scheinen anatomische Hindernisse keine
bedeutende Rolle zu spielen in der Frage, ob eine Pflanze geeignet
sei für die Nahrungsaufnahme der Larven (Equisetum arvense, zahl- :
reiche Gräser etc.), wenigstens so lange keine durchgreifende Ver-
änderung eines Organs stattgefunden hat. Bezeichnend ist in die-
sem Zusammenhange das Auftreten von Zikadenlarven auf fast aus-
schliesslich jungen Adventivsprossen verschiedener Bäume, sehr selten
findet man sie auf den gewöhnlichen Sprossen derselben Bäume.
Dass fast alle Organe einer Wirtspflanze Gegenstand des Angriffs
werden können, geht gleichfalls aus den im Verzeichnis angeführ-
ten Angaben über die für eine gewisse Wirtspflanze gewöhnlichsten
Besiedelungsstellen hervor; man findet also Zikadenlarven an
Stamm, Blütenstandachse, Blattscheide, Blattstiel, Kelch, Blattfläche
(Ober- oder Unterseite derselben). Ich habe nicht finden können,
dass auf irgendeiner Pflanze das eine oder andere Organ den an-
deren vorgezogen würde, wenn es auch meistens scheint, als ob die
Blattflächen am häufigsten in Frage kämen; die Triebspitze scheint
an zweiter Stelle zu stehen. Sehr auffallend ist indessen, dass bei
der Besiedelung der Blattfläche die Unterseite in den meisten Fäl-
len der Oberseite vorgezogen wird. Was die Ursache dieser Er-
scheinung sein kann, ist nicht sicher; möglicherweise bietet die
Unterseite Schutz gegen Regen. Das Alter einer Pflanze scheint
von relativ geringer besiedelungsauslösender Bedeutung zu sein,
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