- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 17. 1923 /
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Den beiden eben genannten Deformierungen gemeinsam war der
Umstand, dass der Zikadenangriff streng lokal begrenzt war und
kurz vor Abschluss des Wachstums während zu kurzer Zeitdauer
vor sich ging.

Für das Hervorrufen von Gallbildungen von der beschriebenen
Form scheint es eine notwendige Voraussetzung zu sein, dass das

Entwicklungsstadium des Organs und die Intensität und Dauer
des Angriffs in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen. Zu-
.weilen kommt es vor, dass ein junges Individuum gleichzeitig von

einer grösseren Anzahl Zikaden-Kolonien angegriffen wird. Diese

Kolonien verursachen jede für sich Deformierungen vom obenbe-

schriebenen Aussehen, welche sich jedoch summieren und den
grössten Teil der Pflanze umfassen. Die in Fig. 12 und 13b

wiedergegebenen Beispiele hierzu zeigen infolgedessen wirkliche
Zwergexemplare von Plantago major resp. Achillea Millefolium.
Beim Einsammeln waren diese Pflanzen vollkommen von Zikaden-
‚speichel bedeckt, der eine grosse Anzahl von Larven beherbergte.

Ein recht häufiger Angriffspunkt ist, wie wir oben sahen, der
Blütenstand. Vorausgesetzt, dass innerhalb desselben genügend
junge Organe vorhanden sind, können die Zikaden deren Wachs-
tum hemmen und die charakteristische Anhäufung verkürzter
Blütenstiele hervorrufen, welche man so oft bei z. B. Potentilla
argentea (Fig. 8 b), Ranunculus-Arten, Nasturtium Armoracia (Fig. 9)
findet. Wachstumshemmung bei den Internodien des Gipfelsprosses
mit nachfolgender Anhäufung der Blütenstände, häufig bei Labiaten
und Rubiazeen, muss auch in diesem Zusammenhang erwähnt wer-
den. In den am stärksten ausgeprägten Fällen von Entwicklungs-
hemmung des Scheitelsprosses wird Ausbildung von sekundären
blatt- oder blütentragenden Seitensprossen induziert /Monarda
aristata, Galium Mollugo).

Am häufigsten kommt Deformation der Blätter vor. Da die
Zikaden meistens vorzuziehen scheinen, die jungen Blätter von der
Unterseite anzugreifen, wird eine Umbiegung der Blattfläche nach
unten und hinten erzeugt, in voller Übereinstimmung mit den
Erscheinungen an von Aphididen befallenen Blättern.

Typisch sind die Blattdeformierungen, welche an den Wurzel-
sprossen von Prunus Cerasus gefunden wurden (abgebildet in Fig.
10) und Brunella vulgaris (Fig. 11). Hier ebenso wie in allen
Fällen, wo ein solches Blatt von einfachster morphologischer Ge-
staltung deformiert wird, tritt dieselbe Reaktion regelmässig auf.

I

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