- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 17. 1923 /
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Das definitive Aussehen einer Blattdeformierung erscheint schon
komplizierter in den Fällen, wo die Formverhältnisse :des befal-
lenen Blattes in irgendeiner Richtung mehr oder weniger extrem
sind. So zeigen, durchgehends, lanzettfórmige Blátter nicht nur
die gewóhnliche Biegung nach hinten, sondern dazu kommt auch
meistens eine Einrollung oder Faltung des Blattrandes (siehe z. B.
Campanula persicifolia, Fig. 13 a). Ist die Oberfläche des Blattes
besonders gross, so kann häufig ein Teil davon eine ausgeprágte
Deformation aufweisen, ohne dass dieser Umstand auf das Blatt
im Ganzen tiefer umformend einzuwirken braucht. Das gilt auch
für gefingerte oder handfórmig gelappte Blattypen, wo z. B. nur
ein Blattlappen befallen wurde.

Bei Zikadenangriff auf Pflanzen mit Bláttern von zusammen-
geselztem Typus hängt die Reaktion vom Umfang des Angriffs ab.
Auch hier kann natürlich die scharfe Reizung z. B. eines der
Teilblätter eine Deformierung herbeiführen von derselben Art, die
wir oben als charakteristisch für Blätter vom einfachsten Typus
kennen lernten. In dem Falle jedoch, wo eine Anzahl Teilblätter
beim Angriff eingeht, kommen kompliziertere Deformierungen zu-
stande. Diese lassen sich jedoch ungezwungenerweise als Kombina-
lionen zahlreicher Teilblattdeformationen betrachten, deren innere
Lagebeziehungen durch die gleichzeitig gehemmte Entwicklung der
Haupt-(eventuell auch Seiten-)nerven des Blattes gestört werden.
Typische Fälle solcher Deformierungen werden durch ein defor-
miertes Blatt von Spiraea Filipendula (Fig. 5 b) illustriert und von
gewissen Deformierungen von Umbelliferenblättern (u. a. Petrose-
linum sativum), wo die befallenen Blätter in hohem Masse einem
Wirrzopf gleichen. n

Findet Schaumzikaden-Befall auf der Oberseite der Blattflàche
statt, was bedeutend seltener vorkommt, so resultiert daraus, wie
man in Analogie mit den von den Aphididengallen bekannten Fäl-
len erwarten konnte (vgl. z. B. oben, S. 38, Aphididengalle auf
Cyclamen), eine Biegung resp. Einrollung der Blattfläche nach oben.

Die Fläche der angegriffenen Blätter weist häufig auch mehr
oder weniger zahlreiche Unregelmässigkeiten in Form von Buckeln,
Kräuselungen, Spiraldrehung u. ä. auf.

Ein durchgehendes Charakteristikum für die von Schaumzikaden
befallenen Blätter ist ausserdem die ausgesprochen dunkelgrüne
Farbe derselben. Hier liegt eine weitere Übereinstimmung mit
primitiven Aphididengallen vor.

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