- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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und gegen die Epidermis gerichtet, aber der Kern der unteren
wandert in die der Epidermis näher liegende Zelle ein. In Fig.
12 ist es dagegen der Kern einer Zelle, die sich in nichts von
einer gewöhnlichen vegelativen unterscheidet, welcher durch eine
enge Öffnung in die oberhalb gelegene angeschwollene Zelle ein-
wandert.

Eine Konjugalionsmethode, die Kursanov offenbar nicht beob-
achtet hat, besteht darin, dass beide am Vorgang beteiligten Zellen
gewöhnliche vegetative Zellen sind ohne bestimmte Orienlierung zur
Blattoberfläche, aber oft parallel zur Epidermis liegen. Solche Ver-
schmelzungen sind in Fig. 13 und 14, Taf. I abgebildet. Durch
Konjugationen dieses Typus füllen sich allmählich die Lücken in
den anfangs ganz lockeren Uredohäufchen. Nach der Konjugation
beginnen die durch sie gebildeten zweikernigen Zellen kräftig zu
wachsen, um alsbald durch eine Reihe von Teilungen Uredosporen
entstehen zu lassen. Dieser Prozess wird durch konjugierte Kern-
teilung mit nachfolgender Wandbildung eingeleitet, wodurch sich
eine apikale, zweikernige Zelle bildet. In dieser Sporenmutterzelle
teilen sich die Kerne wieder, so dass sie vierkernig wird (Taf. II,
Fig. 15). Die beiden Kernpaare werden bald durch eine Wand ge-
trennt, wobei eine kleinere, interkalare Zelle sich von einer grösseren,
apikalen scheidet (Tat. II, Fig. 16). Letztere ist die Uredospore. Die
Interkalarzelle ist meist sehr kurz und zeigt wenig Ähnlichkeit mit
der Stielzelle der Uredosporen im allgemeinen, sondern mehr mit
den Zwischenzellen in einer Azidiosporenkette. Gleichwie diese
fällt sie rasch der Degeneration anheim.

Wie Fig. 16, Taf. II zeigt, setzt die ursprüngliche Basalzelle,
nachdem sie eine erste Spore hervorgebracht, ihre Produktion in
der Weise fort, dass sich auf einer Seite ein Auswuchs bildet. Die
Kerne der Basalzelle teilen sich nun wieder (Fig. 17, Taf. I) und
ein Kernpaar wandert in den Seitenspross, der sich darauf durch
eine Wand abscheidet (Fig. 18, Taf. ID. Die abgeschiedene Zelle
teilt sich in der soeben beschriebenen Weise in eine Spore und
eine kurze Stielzelle. Derselbe Prozess kann sich aufs neue wieder-
holen: ich habe viele Fälle beobachtet, wo mit Sicherheit drei Spo-
ren von einer und derselben Basalzelle gebildet wurden.

Wie erwähnt liegen Sporenanlagen und Sporen anfangs recht
undicht in den Uredohaufen. Durch die beschriebene Sprossung
von den Basalzellen wird das Lager dichter, und in derselben

Weise wirkt ferner die Neubildung von Basalzellen durch Verschmel-

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