- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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zwei Kerne verschmelzen bald, weshalb die Apomixie nicht zur
Erklärung der Zweikernigkeit im vegetaliven Myzel dienen kann.

Die Teleutosporen durchlaufen keine eigentliche Ruheperiode, be-
vor die Keimung beginnt, während sie sich noch in den wachs-
artigen Sporenlagern befinden. Eine Ausnahme bildet ein Teil
der im Spätherbst gebildeten Teleutosporen. Es gelang mir, am
9. Januar 1921 an einem Orte, wo ich früher Puccinia Arenariae
auf Arenaria serpyllifolia beobachtet hatte, tote und in Zerselzung
begriffene Blattreste mit Teleutosporenháufchen dieses Pilzes zu
finden. In diesen Sporenhäufchen kamen viele ungekeimte Sporen
vor, die, in hängende Tropfen im Laboratorium übergeführt, nach
24 Stunden zu keimen begannen und nach 48 Stunden Keim-
schläuche von der mehrfachen Länge einer Teleutospore getrieben
hatten. Die Keimschläuche waren gerade, hatten keine Querwände
und sonderten keine Fortpflanzungskörper ab (Fig. 17 b). Die
Reservenahrung in der Teleutospore schien jetzt verbraucht zu
sein, denn es konnte kein weiteres Wachstum konstatiert werden,
und die Keimschläuche fielen bald der Zerstörung durch Bakterien
anheim. Das Material war zu spärlich für Fixierung und Unter-
suchung der Kernverhältnisse. Es wäre nalürlich von grossem
Interesse gewesen, zwecks Lösung der Frage betreffend der Über-
winterung des Pilzes die Keimfähigkeit solcher überwinterter Teleuto-
sporen gegen Ende des Winters zu untersuchen. Als die Mitte
Januar gefallene Schneedecke im März schmolz, gelang es mir nicht,
Teleutosporenhäufchen zu finden; die befallenen Blätter waren
offenbar vollständig verfault. Die am 9. Januar gesammelten Spo-
ren hatten indessen eine Temperatur bis — 12,5° C unter einer
Schneedecke von nur 2 cm Dicke überlebt. Diese niedrige Tempe-
ratur war jedoch von kurzer Dauer gewesen; während des grössten
Teils des Frühwinters waren die Temperaturen am Tage einige Grad
über, in der Nacht 1—5° unter 0 gewesen. Schneebedeckung war
in der ganzen Zeit so gut wie nicht vorhanden.

Wenn eine Teleutospore während der Vegetationsperiode in situ
keimt, wird, soweit ich feststellen konnte, stets ein Promyzel ge-
bildet. Durch Einlegen von Pflanzenteilen mit fertig gebildeten
Sporenhàufchen in Feuchtkammer und sukzessives Fixieren derselben
in Abstünden von wenigen Stunden gelang es mir, die Entwick-
lung im Detail zu verfolgen. Anfangs machte es grosse Schwierig-
keit, gut fixierte Präparate zu erhalten, aber schliesslich glückte
es, mit Pikroformol nach Marre (1902, S. 18) vorzüglich fixiertes

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