- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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Saxifraga granulata und Uromyces Solidaginis aut Solidago virgaurea.
Fig. 18 a und b zeigen Myzelpartien von Puccinia gigantea und
Saxifragae, wo viele zweikernige Zellen bei einander zu sehen sind.
Ohne direkte Verbindung mit einem Sporenhaufen liegen diese
Partien einem solchen zeimlich nahe, aber auch in den peri-
pheren Teilen des vegelativen Myzels sind die Zellen zweikernig.
Bei den drei Arten Puccinia albulensis, Holboelli und Epilobii, die
ausgezeichnet sind durch ein dilfuses Myzel, das die Wirtpflanze
zum grössten Teil durchzieht, ist dieses, soweit ich finden konnte,
durchweg aus zweikernigen Zellen aufgebaut.

Wo und wie die Zweikernigkeit bei diesen Arten entsteht, habe
ich nicht eruieren können. Das untersuchte Material ist auf Reisen
gesammelt worden, und ich habe die Verhältnisse im Promyzel
oder bei der Sporidieninfektion nicht verfolgen können.

Bei Puccinia Epilobii werden besonders häufig Sporenzellen mit
drei bis vier Kernen angetroffen (Taf. III, Fig. 29—31). Diese ab-
weichende Kernzahl ist nicht in den Sporenzellen entstanden, son-
dern findel sich auch in der Stielzelle und in der noch ungeleilten Spo-
renanlage. In den vegetativen Zellen ist es natürlich bedeutend schwie-
riger, mil Sicherheit ein entsprechendes Verhalten zu konstatieren.

Abnorme Kernanzahl ist bei Rostpilzen keine ungewöhnliche
Erscheinung und ist von den meisten Autoren, die sich mit Kern-
studien an diesen Pilzen beschäfligten, beobachtel worden. BLACK-
MAN und FRASER (1906, S. 43) fanden es besonders bemerkenswert,
dass Puccinia Adoxae und Uromyces Scillarum fast niemals ab-
weichende Kernzahl aufweisen im Gegensatz zu anderen unter-
suchten Arten. Sie suchten eine Erklärung hierfür in der Annahme,
dass die Überzähligkeit der Kerne, die beim Übergang des ein-
kernigen in das zweikernige Myzel entstehen kann, während der wei-
teren Entwicklung ausgeglichen wird. Je weiter die Entwicklung
nach jenem Übergang fortschreitet, desto seltener sollen mehr als
2 Kerne gefunden werden. Bei Puccinia Adoxae und Uromyces
Scillarum ist gleich wie bei den oben besprochenen Puccinia-Arten
das ganze oder wenigstens der grössle Teil des vegetaliven Myzels
zweikernig. Es ist also eine längere Entwicklungsperiode durch-
laufen worden zwischen dem Auftreten der Zweikernigkeil und der
Sporenbildung, während welcher die überzähligen Kerne, wie die ge-
nannten Autoren vermuten, verschwunden sind. Dass die Sporen von
Puccinia Epilobii in grossem Umfang mehr als 2 Kerne haben, stimmt
nicht gut mit der von BLACKMAN und FRASER geäusserten Aufassung
überein.

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