- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 18. 1924 /
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lang oder auf den kleinen Inseln in Loch Inagh, Derryclare
Loch ete. zu finden sind, bestehen meistens aus Quercus sessiliflora
mit Beimengung von Betula, Corylus und Ilex. In ihren lichten
Randbeständen wird Daboecia polifolia öfters getroffen. An mehreren
Stellen südlich von Recess lässt sich die Wirkung des Windes
auf den Baumwuchs trefflich beobachten: Hasel- und Eichsträucher
kriechen lange Strecken unten im Heidekrautgewirr dahin, wobei
sie sich selten mehr als 1 oder 1 !’/s Fuss über den Erdboden
erheben.

Pollenfloristisch zeigt diese Gegend fast dieselben Merkmale
wie Kerry, u. a. in den untersten Schichten der Gebirgsmoore
einen ausgeprägten Höchstgehalt von Kiefernpollen. (Ein Moor
nördlich von Lissoughter zeigte 66% Pinus-Pollen; im nassen,
nicht gefahrlos zu betretenden Moorgebiete südlich von Recess stieg
der Prozentsatz bis zu 80). Über diesem Kiefernhorizont folgen
Schichten mit sehr geringen Pollenfrequenzen, die aus verschie-
denen Gründen nicht immer mit dem Wechsel der Torfarten oder
deren Zuwachsgeschwindigkeiten in Zusammenhang gebracht wer-
den dürfen, sondern in der Mehrzahl der Fälle als Anzeichen
zunehmender Waldlosigkeit angesehen werden müssen (vgl. auch
ERDTMAN 1923). Der in diesen Schichten oft grosse Gehalt von
Corylus-Pollen (in gewissen Fällen auch von Quercus-Pollen) dürfte
somit nicht immer eine wirkliche Zunahme der betreffenden Arten
andeuten, vielmehr darin begründet sein, dass ihr Pollen infolge
der zunehmenden Waldlosigkeit prozentual mehr zur Geltung
kommen konnte. Neben vielen Fachbotanikern und Geologen hat
auch WALTER SCOTT einiges über Moore und Waldlosigkeit ge-
schrieben. Seine Ausführungen grunden sich auf eigene Beobach-
tungen in Kerry (Killarney) und Schottland (Rosshire, Invernesshire).

Aus dem Obigen ergibt sich, dass die Kiefer in Irland einst
eine sehr grosse Verbreitung gehabt haben muss, wahrscheinlich
gleichzeitig mit dem Vorherrschen der Kieler in Schottland oder
der borealen Kiefernzeit Südwest-Schwedens (ERDTMAN 1924 und

1921; nebenbei sei bemerkt, dass auch in *Moorlos* von Dogger

Bank Pollenkórner von Pinus überaus häufig sind). Vorläufig

ist dies aber nicht sicher zu entscheiden. Dass eine Eichenperiode

vor diesem Pinus-Maximum bestanden hätte, wie KrvaHAN und an-
30 — 24285. Svensk Botanisk Tidskrift. 1924.

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