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deutlich aus ihrem Vorkommen in Mittel- und Süd-Europa hervor.
Das Vorkommen der Art bei Kristineberg am Gullmarsfjord in
Bohuslän steht ganz im Einklang mit dem Vorkommen ganz in
der Nähe von Alchemilla alpina und Hhodiola rosea; wie diese Pflanzen
ist auch Uromyces Solidaginis (und Puccinia Virgaureae?) auf diesem
Standort als ein glaciales Pseudorelikt aufzufassen, das während der
Klimaverschlechterung in subatlantischer Zeit hier festen Fuss
ge-fasst und bis zum heutigen Tag sich erhalten hat (vergl. R.
Sernander, Om s. k. glaciala relikter, pag. 200 in Botan. Notis. 1894,
B. Sernander, Ön the evidences of Postglacial changes of climate
furnished by the peat-mosses of Nothern Europé, pag. 471 in Geol.
Fören. Förh. Bd 30, 1909, und A. G. Nathorst, Ett par glaciala
»pseudorelikter» in Botan. Notis. 1895). Dagegen dürfte unser Pilz
auf den Bergen in Västergötland und Småland als ein echt
glaciales Relikt aufzufassen sein.
Die auf Campanula rotunclifolia wachsende Form von Puccinia
Campanulae Carm. scheint, nach ihrem Vorkommen im arktischen
Norwegen, in Jämtland, Bohuslän und auf Öland zu urteilen, in
Skandinavien vorwiegend oder vielleicht ausschliesslich
arktisch-alpin-maritim zu sein. Ganz sicher alpin-maritim dürfte
Puccinia Sonchi Rob. sein, deren geographische Verbreitung unten näher
erörtert wird. Melanotaenium cingens (Beck) Magn. dürfte zu den
Arten mit montan-maritimer Verbreitung gehören.2
1 In ähnliche! Weise dürfte das Vorkommen von Puccinia Geranii sylvatici Karst,
bei Stockholm (J. Eriksson, Fung. paras, scand. exs. 110. 62) und von Taphrina
carnea Joh. bei Stockholm und Grisslehamn in Uppland (Ii. Palm, Till kännedomen
om Stockholmstraktens svampflora, pag. 45 in Sv. Botan. Tidskr. Bd 2) zu erklären
sein. Beide Arten haben sonst eine ausgeprägt arktisch-alpine Verbreitung.
3 Dass es noch weitere Uredineen giebt, die nur auf die Alpen und den Norden
beschränkt sind, obgleich ihre Wirtspflanzen allgemein verbreitet sind, ist bekannt
(vergl. z. B. Fischer, Ured. d. Schweiz, pag. XXXVI). Aber auch parasitische Pilze
anderer Ordnungen verhalten sich ganz ähnlich. Über Taphrina carnea Joh. vergl.
Note 1 und Giesenhagen, Die Entwickelungsreihen der parasitischen Exoasceen,
pag. 338 (Flora Bd 81. 1895). Die von Giesenhagen I. c. angegebene Verbreitung
dieses Pilzes (skandinavische Halbinsel, schlesisches Isergebirge und Tiroler Alpen)
ist durch folgende Länder zu ergänzen: Grönland (E. Bostrcr in Meddelelser om
Grönland II, III, XVIII), Island (E. Bostrijp, Islands Svampe, pag. 298 in Botan.
Tidskr., Bd 25) und Bussland [Waldai, (W. Tranzschel, Verzeichnis der im
Wal-daischen Distrikt der Nowgoroder Provinz gesammelten Pilze, in Ber. d. biol.
Süsswasserstat. d. K. Nat.-Ges. z. St. Petersburg, Bd I, 1901) und Kaukasus (A. de
Jaczewski, Les Exoascées du Caucase, pag. 13 in Bull. d. Jard. Imp. Bot. d. St.
Pétersbourg, livr. 1, 1901)]; falls, wie es scheint, Exoascus Janus Thomas (Ueber
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