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neigt war anzunehmen. Eine vorläufige Zusammenstellung von in
Schweden gefundenen Monstrositätsformen von Anemone nemorosa
könnte daher ihr Interesse haben. Es geht daraus hervor, dass
diese Formen ziemlich verschiedenartig sind, aber auch dass
dieselben Formen aus verschiedenen Teilen des Landes beobachtet
worden sind. Ob hier Variationen einer oder mehrerer Sippen
vorliegen, muss natürlich bis auf weiteres dahingestellt bleiben, da ja
eine solche Frage nur durch experimentelle Culturversuche
entschieden werden kann, dieser Aufsatz aber nur auf der Grundlage
von Herbarienmaterial ausgearbeitet worden ist und nur den
Anspruch erhebt, einen provisorischen Bericht über die wichtigsten der
bisher in Schweden beobachteten Monstrositäten zu geben.
Die folgenden Formen, die als eine gleichmässige Serie hinsichtlich
des Grades der Vergrünung der floralen Teile bildend angesehen
werden können, werden beschrieben und abgebildet:
Fig. 1 zeigt das Bild einer A. nemorosa, wo nur ein Kelchblatt
vergrünt ist. Staubblätter, Gynoeceum usw. völlig normal.
Fig. 2 zeigt eine Form, wo mehrere Kelchblätter vergrünt
und ausserdem alle Staubblätter fehlgeschlagen sind. Diese Form
ist demnach rein weiblich. Fig. 3 zeigt eine dieser ziemlich
gleichartige Form, aber zweigeschlechtig.
Fig. 4, 5 zeigen eine Form, wo die Blütenachse ganz
verküm-• inert, die meisten Kelchblätter vergrünt und ausserdem alle
Staubblätter fehlgeschlagen sind. Eine derartige Form ist zuvor von de
Candolle beschrieben worden, aber auch mit einigen unveränderten
Staubblättern, also eine männliche Pflanze, während die hier
abgebildeten Individuen weibliche Pflanzen sind. Schon Clusiüs hat
(Fig. 7) eine ähnliche Anemone nemorosa abgebildet. Bisweilen
kann jedoch die Blütenachse zur Entwicklung kommen (Fig. 6).
Fig. 8 zeigt eine Form, wo die Vergrünung sich auch auf das
Gynoeceum ausgedehnt hat, sodass die fragliche Pflanze vollständig
steril geworden ist.
Fig. 9 zeigt endlich eine Form mit nur verkümmerter Blütenachse,
im übrigen aber normal ausgebildeter Blüte.
Dagegen sind nicht in Schweden wild wachsend doppelte Blüten
von Anemone nemorosa von der Art beobachtet worden, wie sie
unter der Kategorie »Petalomanie» bekannt ist, ferner auch nicht
die hübsche, in Gärten oft gezüchtete Form, wo das Gynoeceum,
nicht aber die Staubblätter in weisse Kelchblätter umgewandelt
sind.
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