- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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und Berthold als plasmatische Bildungen aufgefasst worden,
indem sie vorzugsweise Eiweissreaklion ergaben. Es wird dies jedoch
von Hansen bestritten, der gleichfalls einige von ihnen untersucht
und seinerseits im Gegensatz zu Berthold gefunden hat, dass sie
in 90 % igem Alkohol löslich sind und daher nicht gut
Eiweiss-stoffe sein können.

Betreffs des Verhaltens der reflektierenden Inhaltskörper bei
Ni-tophyllum gegen Reagentien seien folgende Beobachtungen angeführt:
sie lösen sich nicht in 90 %igem Alkohol, auch nicht nach länger
dauernder Behandlung. Hierin stimmen sie demnach night mit dem
überein, was Hansen bei Chondriopsis coerulescens gefunden hat.

Sie werden nicht von starken Säuren, z. B. HNOä, gelöst. Von
Jod werden sie dunkel gelbbraun gefärbt. Von Osmium werden
sie schwach geschwärzt und geben mit Millon’s Reagens eine schwach
ziegelrote Reaktion. Dies scheint mir doch deutlich dafür zu
sprechen, dass diese Körper hier bei Nitophyllum von plasmatischer,
d. h. eiweissartiger Natur sind. Natürlich ist damit nicht gesagt,
dass sie eine Art Eiweissklumpen wären, sondern nur, dass sie
plasmatischer Natur sind.

Über ihre biologische Bedeutung kann ich mich kurz fassen,
da ich darüber natürlich keine besonderen Beobachtungen an
meinem konservierten Material habe anstellen können. Bekanntlich
hat Berthold die Ansicht aufgestellt, dass es die Aufgabe dieser
plasmatischen Massen sei, als Lichtschutz zu dienen, indem sie
wie Reflexionsplatten oder eine Art Klappen zum Schutz der
Chro-matophoren vor die Zellen geschoben würden. Diese Ansicht ist
indessen von Hansen bestritten worden, nach welchem diese
Körper ganz einfach Assimilationsprodukte, Reservestoffe o. dgl.
sind. Mit Recht bemerkt jedoch Oltmanns, dass, wenn auch
gegen eine solche Deutung an und für sich kein direkter Einwand
erhoben werden könne, es doch eigentümlich sei, »dass Assimilate
als Fenstervorhang Verwendung finden.» (Morph, u. Biol. der Algen
II, S. 200). Ich für mein Teil möchte mich diesem Einwand
Oltmanns’ völlig anschliessen und besonders darauf hinweisen,
dass die Form der Körper ja eine für ReservestofTe recht
eigentümliche ist, da sie anwachsen und die Gestalt von Scheiben
wie in Fig. 3 annehmen. Ich möchte ferner betonen, dass es auch
höchst bemerkenswert ist, dass derartige Köper nur in den
Oberflächenzellen vorkommen, wo doch die ziemlich grosszellige
Zwischenschicht in ebenso hohem Grade wie die Oberflächenschichten

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