- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 3. 1909 /
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und bleibt hier sitzen. Schliesslich fallen die Kronblätter langsam
einzeln zu Boden, wo sie zu fünfen hübsch unter jeder Blume
liegen bleiben.

e: 48 Stunden nach dem Blühen. Die geschlossene Blüte hat
sich abwärts gebogen; sie gleicht der Knospe (siehe a), ist aber
wegen des Verlustes der Kronblätter schmäler.

f: eine Woche nach dem Blühen. Der Fruchtknoten ist schon
beträchtlich geschwollen, der Blütenstiel stark umgebogen.

Besuche von Insekten habe ich nicht wahrgenommen. In der
Praxis ist diese Art zur Autogamie übergetreten, obgleich
selbstredend Besuche von z. B. pollenfressenden Dipteren nicht
ausgeschlossen ist. Auf Autogamie weist die geringe Anzahl der Staubfäden:
14—22 (gewöhnlich 16—18), ausser wenigen (2—7) Staminodien im
Umkreise des Androeceums. Es herrscht hier vollständige
Homo-gamie. Wie schon Grosser betont, ist der Griffel länger als die
Staubfäden, zuweilen etwas bogen- oder S-förmig gekrümmt, häufig
nach aussen gebogen (Fig. 1 c). Die Bestäubung findet gewöhnlich
dadurch statt, dass die Kronblätter, wenn sie beim Scbliessen
der Blüte aufwärts schiessen, erst die Antheren (schon vor
dem Schliessen der Blüte kommt es vor, dass Pollenkörner auf die
Kronblätter herabfallen) und dann die Narbe berühren. Nur selten
ist ein Staubfaden so lang, dass er mit seiner Anthere die
Unterseite der Narbe berührt. Die Staubfäden sind auch bei dieser Art
reizbar. Beim Öffnen der Blüte sind sie auseinandergesperrt, dicht
an die Kronblätter gedrängt, darauf biegen sie sich in der Mitte
der Blüte zusammen (wie in Fig. 1 c). Bei der Berührung sperren
sie sich wieder auseinander.

Die in f abgebildete Krümmung des Blütenstiels verändert sich
nicht bis zur Fruchtreife, und der gekrümmte Blütenstiel bleibt an
der abgefallenen Frucht sitzen. Die Früchte bleiben, von den
ausgesperrten Zweigen wie von einem Gitter zurückgehalten, auf dem
Boden liegen, bis sie der Wind einzeln über den Boden dahinrollt
und so allmählich verbreitet, wobei die in trockenem Zustande
ausgesperrten Kelchblätter dem Winde eine Angriffsfläche bieten.

Fig. 2. Vergr. 2/i- a völlig geöffnete Blüte, b eines der drei
grösseren Kelchblätter

Fig. 3. Natürl. Grösse. Keimpflanzen von Helianthemum Fumana,
a im ersten, b im zweiten Jahre. Eingesammelt am 1908.

Svensk Botanisk Tidskrift 1909.

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