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Ronneby vorausschicken. Auf einem Rasen unweit des
Brunnenpavillons stehen zwei schöne Exemplare dieser Varietät, von
welchen die eine ungefähr 7 m hoch ist. die andere etwas niedriger.
Die Kronen sind besonders dicht, die Zweige gehen horizontal aus:
der allgemeine Habitus der Bäume geht aus Fig. 1. hervor. Die
Bäume sind nunmehr 40 Jahre alt. Sie wurden bei der Anlegung
des Parkes als Stecklinge aus dem botanischen Garten bei
Kopenhagen eingeführt und auf gewöhnliche, normale Buchenpflanzen
gepfropft. Am dem einen Baume sieht man noch deutlich den
Pfropfwulst. Im Frühling 1909 blühten die Buchenwälder in der
Umgebung von Ronneby ausserordentlich reich, im Sommer und
im Herbst waren die Bäume mit Früchten ganz beladen.
Überhaupt gehörte das Jahr 1909 zu den reichsten Buchensamenjahren,
die man in Schweden seit lange gehabt hat (vergl. G. Schotte
1910, S. 85). An den asplenifolia-Buchen waren jedoch keine Früchte
zu beobachten, weder an den geschlitztblättrigen, noch an den
ganzblättrigen Zweigen. Die Varietät hat also eine geringere
Fertilität als die Hauptform, was mit früheren Beobachtungen
übereinstimmt. Ratzebirg i 1859. S. 270—71), der das Vorkommen einer
wilden asplenifolia-Buche in einem Walde in Lippe-Detmold
erwähnt. teilt mit, dass dieser Baum seltener als seine ganzblättrigen
Nachbaren Früchte brachte, obwohl sie nicht steril war. In den
fruchtreichen Jahren 1857 und 1859 hatte der Baum keine Früchte
angesetzt. Die geringe Fertilität (Sterilität?* der asplenifolia-Buchen
bei Bonneby verursacht, dass noch manche Fragen über die
Entstehung der ganzblättrigen Sprosse unbeantwortet bleiben müssen.
Die Varietät wird wohl auch meistens durch Pfropfen vermehrt,
wenigstens ist das der Fall bei allen den von mir beobachteten
Exemplaren. Samenpflanzen von asplenifolia-Buchen sind jedoch
bekannt, was weiter unten näher erörtert wird.
Bei den asplenifolia-Buchen bei Bonneby kommen ganzblättrige
Zweige in allen Teilen der Krone vor. Im basalen Teil der Krone
sind sie spärlicher, in einer Höhe von 2 bis 3 m sitzen sie
reichlich eingesprengt zwischen den geschlitztblättrigen Zweigen, und
im oberen Teil der Krone bilden sie die Hauptmasse des
Laubwerkes. (Siehe Fig. 2.)
‡
Svensk Botanisk Tidskrift 1911.
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