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(680
sind 3 cm lang oder länger und bis 3 mm dick. Der zweite
Tvpus ist niedriger, erreicht öfters nur die halbe Höhe des ersten
(im Juli etwa 1 bis 2 dm hoch) und selbst die längsten Aeste am
Grunde sind nur 1—2 mm dick; die Stengelglieder sind nur 1—2
cm lang. Dieser Grössenunterschied tritt meistens sehr deutlich
hervor, wo die beiden Typen bei einander wachsen. Da der
letztere also bescheidener auftritt -— auch die Farben sind
anspruchsloser als beim ersten Typus — so ist es erklärlich, dass die
Sammler diesem zweiten Typus geringere Aufmerksamkeit gewidmet haben.
In der Tat ist dieser Typus in den meisten Sammlungen weniger
zahlreich vertreten als der erste.
Die jetzt beschriebenen Verhältnisse sind den Lokalen eigen, wo
die Pflanzen in dichten Beständen und mit anderen kräftigen
Ruderatpflanzen (Chenopodium album, Atriplex patulum, Poa annua)
zusammen leben und durch guten Boden eine üppige und
normale Entwicklung erlangen. Auf einigermassen gutem Roden, auf
loser und etwas feuchter Erde, z. B. Gartenbeeten, Misthaufen, losem
Schutt und Sand, wo der Boden nicht festgetreten wird, überall
da können die aviculare-Formen sehr dicht keimen und schon im
Juli Dickichte von 3 bis 4 dm Höhe bilden. Sehr oft sind diese
nicht rein, sondern enthalten beide Typen oder Arten (sensu
nostro) und wohl auch noch intermediäre Formen. Der höhere
Teil dieser Vegetation ist, wie oben erwähnt wurde, als aufrecht
zu betrachten. Der Hauptstengel wächst vertikal (an den Knoten
bisweilen zickzackgebogen), die Aeste aber bilden mit ihm einen
Winkel von etwa 45°, und die untersten werden bald so lang (oder
länger wie der Hauptstengel, wodurch der Pflanzenbestand dicht
verflochten erscheinen kann. Stehen die Pflanzen weniger dicht,
so nehmen die basalen Aeste eine mehr horizontale Lage an oder
schmiegen sich an den Boden an. Die aufrechte Stellung des
Hauptstengels dauert indessen im allgemeinen bis zum Herbste fort; ein
aufrechter Stamm wird nicht mehr niedergestreckt, und noch im
Spätherbst, wenn die umgebende Vegetation abstirbt, ragen die
zähen, kahlen Hauptstengel dieser Polygonum-Form oder die basalen
Stücke derselben aus dem Boden hervor, und eher werden sie von
unseren Füssen zerrissen und zerfasert, als dass sie sich zu Boden
treten lassen.
Wenn es also berechtigt wäre, mit Roth (Tent. fi. germ.) eine
erec/um-Form» von P. aviculare coli, abzusondern (siehe oben, S. 675),
so ist es doch nicht immer möglich, für dieselbe das Epithet
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