- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 7. 1913 /
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und meiner Ansicht nach schwerwiegenderen Punkten weichen die
Diapensiaceen von den betreffenden Familien ab. In den
Antheren-wänden von Diapensia und Schizocodon findet sich ein typisches
Endothecium, während in den merkwürdig gebauten
Ga/wx-Anthe-ren ein solches nicht vorkommt Wie wir oben sahen, kommt eine
fast normale fibröse Schicht unter den sicheren Bicornes-Fami 1 ien
nur bei Clellira vor. Von den für diese Familien so
charakteristischen und bei allen untersuchten Arten angetroffenen
Endosperm-haustorien wurde bei den Diapensiaceen nichts gefunden. Betreffs
der frühen Endospermstadien liegen auch Verschiedenheiten vor,
was aus den obigen Darstellungen hervorgehen dürfte. Die
Endospermbildung gleicht mehr z. B. derjenigen der meisten
Solanaceen als der der Iiicornes-Typen. Nun mag freilich daran erinnert
werden, dass die Haustorien ltei einer Gattung vorkommen können,
während sie bei einer nahestehenden Gattung fehlen. Utrieularia
und Pinguicula liefern wahrscheinlich hierhergehörige Beispiele (f)8
Aber wie wir oben sahen, gibt es kaum ein anderes Merkmal, das
von den sicheren /Jz’cor/ies-Familien so ausnahmslos gilt, wie die
Entwicklungsgeschichte des Endosperms und insbesondere das
Vorkommen der Endospermhaustorien. Wir sahen auch, dass ihr
Vorkommen oder Fehlen meistens wichtige systematische Momente
bedeutet, die man nicht unterschätzen darf. Ich glaube daher, dass
man zu dem Schluss getrieben wird, dass man die Diapensiaceen
aus keinem jetzt lebenden Bicornes-Typus ableiten kann. Für mich
sind der Bau der Antheren und das Fehlen der
Endospermhaustorien (und eines Tapetums) in den Samenanlagen entscheidend.
Wir können von den anderen morphologischen Merkmalen der
Diapensiaceen andere anführen, wodurch diese Pflanzen von dem,
was wir als für die ßicorues-Familien typisch betrachten, abweichen,
so z. B. den Ölfnungsmechanismus der Antheren, die einfachen
Pollen körner, das dreizählige Gynöceum, das Fehlen von
Discus-effigurationen in der Blüte, den schwach entwickelten Embryolräger,
u. s. w.

Von den nur wenig untersuchten Polemoniaceen weicht Diapensia
auch durch ihre Embryologie erheblich ab. Die Samenanlagen der
Polemoniaceen kehren nach allen übereinstimmenden Angaben ihre
Mikropvle nach unten und aussen. Bei Diapensia sind sie
hetero-trop. Nach Jönsson (<S’2, S. 17) teilt sich die
Embryosackmutterzelle von Polemonium coernleum nur in zwei Tochterzellen, von
denen die hinterste zum Einbryosack auswächst. Ich selbst habe wie

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