Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
234
Am 13. Juli 1911 langten die Teilnehmer der’ijExp^dftion in
Kapstadt an, wo ein kürzerer Aufenthalt hauptsächlich zu
Ausrüstungszwecken gemacht wurde. Während desselben gaben mir einige
Ausflüge auf den Tafelberg Gelegenheit, Sammlungen von dessen
zwar im grossen und ganzen wohlbekannter, aber äusserst
eigentümlicher Flora zu machen. Infolge der wenig günstigen Jahreszeit
und des kurzen Aufenthalts fielen diese natürlich ziemlich
unvollständig aus, können aber doch in einigen Hinsichten das in unseren
Museen vorhandene Material ergänzen.
Mit der Eisenbahn wurde dann die Reise nach Rhodesia
fortgesetzt. Ein Aufenthalt zu botanischen Zwecken wurde erst bei
den berühmten Victoria-Fällen, die von dem Zambesifluss gebildet
werden, gemacht. Eine Woche, die Zeit vom 25. Juli—1. Aug.,
wurde auf das Studium der dortigen Flora verwendet, wobei eine
verhältnismässig vollständige Sammlung von dem, was die
Jahreszeit zu bieten hatte, zusammengebracht wurde. Betreffs der
Vegetation dieses Gebietes sei hier nur auf den Reisebrief verwiesen, den
ich in dieser Zeitschrift (Bd 5, S. 366) bereits veröffentlicht habe.
Die Reise ging dann von hier noch eine Strecke mit der Eisenbahn
weiter, die in nordöstlicher Richtung nach der Grenze des
Kongostaates läuft. Ein kürzerer Aufenthalt wurde dabei bei Bröken Hill
gemacht und im Anschluss daran ein mehrtägiger Ausflug westwärts
nach dem Negerdorf Chirukutu unternommen. Wegen der hier noch
herrschenden Trockenzeit war die Ausbeute nicht sonderlich gross,
trotzdem boten verschiedene der ersten Frühlingspflanzen, die
aufzu-spriessen begannen, in morphologischer Hinsicht grosses Interesse dar.
An der Eisenbahnstation Bwana Mkubwa, dicht an der
Kongogrenze gelegen, wurde die Eisenbahn verlassen. Wir machten
hier zunächst einen längeren Aufenthalt (von 14. bis 31. August),
so dass recht eingehende Beobachtungen über die
Zusammensetzung der Vegetation gemacht und ziemlich vollständige
Sammlungen von der Flora der näheren Umgebungen zusammengebracht
werden konnten. Die Gegend um Bwana Mkubwa herum wird
zum allergrössten Teil von relativ hohen Trockenwäldern *)
eingenommen, deren Bäume auch während der Trockenzeit im
allgemeinen belaubt waren mit mehr oder weniger lederartigen und
meistens stark glänzenden, lichtreflektierenden Blattspreiten.
Besonders die höchste Baumschicht, bis gegen 20 m erreichend, wurde
’) Dieser Waldtypus entspricht dem, was man in Deutsch-Ostafrika
»Myombo-wald» nennt.
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>