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Von den vier Kernen erzeugen drei in dem mikropylaren Ab-
schnitt des Sackes einen typischen Eiapparat (Fig. 5). Die birn-
förmigen Synergiden besitzen eine grosse Vakuole unter dem Kern
und sind, wie das Ei, von einer Hautschicht begrenzt. Der vierte
Kern liegt in der Mitte des Embryosacks im Protoplasma eingebettet
und stellt den einzigen Polkern vor. Er ist bedeutend grösser als
das Ei und der Diameter seines Nukleolus ist etwa zweimal grösser
als der des letzteren. Sämtliche Kerne des Embryosacks sind sehr
chromatinarm. Im chalazalen Abschnitt fehlt die untere Kerntetrade
gänzlich.
Die Befruchtungsvorgänge habe ich leider nicht verfolgen können.
Wenn der Embryo in seiner Entwicklung so weit gekommen ist,
dass er den sehr kurzen Suspensor und eine Kugel mit einigen
wenigen Zellen erzeugt hat, befinden sich schon in dem protoplas-
matischen Wandbelege des Embryosacks zahlreiche freie Endosperm-
kerne Eine Wandbildung kommt in dem Endosperm nicht vor.
Wenn das Endosperm die Höhe seiner Entwicklung erreicht hat,
besteht es teils aus einem dichten Wandbelege, der an dem Rest
des Nucellus anliegt, teils aus einer lockeren Masse, die den Raum
zwischen den Kotyledonen ausfüllt. Bei der Degeneration des En-
dosperms, die, während der Embryo noch ziemlich klein ist, be-
ginnt, erfahren die Kerne grosse Veränderungen. Sie werden um
vieles grösser und nehmen häufig unregelmässige Gestalten an; die
grössten haben mehrere Nukleolen und sind durch Verschmelzung
mehrerer Kerne entstanden.
VERZEICHNIS DER ZITIERTEN LITERATUR.
1. Davıs, B. M., Pollen development of Oenothera grandiflora. Ann. of
Bot., XXIII. 1909.
2. —»—, The reduction divisions of Oenothera biennis. Ann. of Bot.,
XXIV. 1910.
3. ——, A comparison of the reduction divisions of Oenothera La-
marckiana and O. gigas. Ann. of Bot, XXV. 1911.
4. GATES, R. R., Pollen development in hybrids of Oenothera lata X
O. Lamarckiana and its relation to mutation. Bot. Gazette, XLIII.
1907.
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