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B. nigrescens ist oft auf begrenzten Gebieten häufig, jedoch niemals
in dichten Polstern, was dagegen sehr oft bei B. cretacea der
Fall ist. Der Fruchtkörper ist bei der ersteren kugelrund, bei der
letzteren oben stark abgeplattet, so dass der Pilz gewöhnlich mehr
breit also hoch ist. JB. crelacea ist in unreifem Zustande kreideweiss
und unterscheidet sich hierdurch von B. nigrescens, die zwar eben-
falls durchaus weiss ist, aber keine so reine und helle Farbe besitzt
wie jene. Infolge ihres Auftretens in Polstern hat B. cretacea
gewöhnlich unregelmässige und eckige Fruchtkörper und ist kleiner
(2—4 cm im Durchmesser) als normal ausgebildete Exemplare von
B. nigrescens. Der reife Fruchtkörper ist bronzefarben und unter-
scheidet sich auch hierdurch von B. nigrescens, die gewöhnlich
bedeutend dunkler ist. Auch die Gleba ist bei B. cretacea entschie-
den heller als bei B. nigrescens.
B. cretacea ist demnach in mehreren Beziehungen von B. nigrescens
verschieden, aber da ja die Staubpilze in fast allen Merkmalen
sehr variierend sein können, würde ich es wahrscheinlich nicht
gewagt haben, diese als eine neue Art aufzustellen, zumal sie
hinsichtlich ihrer Sporen und ihres Capillitiums beinahe ganz und
gar B. nigrescens gleicht, wenn ich nicht bei meinen Beobachtungen
in der Natur durch direkte Vergleiche an sehr reichem Material
zu der Überzeugung gekommen wäre, dass sich B. cretacea in allen
Entwicklungsstufen von B. nigrescens unterscheiden lässt.
Das Material wurde an vielen Stellen auf Wiesen in der Umgegend
der Touristenstation Abisko im Birkenwald (Aug. 1912) einge-
sammelt.
Bovistella Lloyd.
Lrovp, Myc. Writ. I., S. 85.
B. echinella (Pat) Lloyd. — Lrovp, Myc. Writ. II. S. 286.
Für Abisko von Ro». E. Fries (1909) als selten bezeichnet.
Wurde von mir in den Sommern 1912 und 1913 auf dem sog.
Materialvàgen zwischen Bjórkliden und der Eisenbahnstation Abisko
wiedergefunden; sie wuchs hier zu Tausenden von Individuen fast
überall; ebenso auf einem Renntierpfad am Nordabhang des Nuolja
(Aug. 1912) — Sie ist übrigens auch von A. FRIESENDAHL (Aug.
1913) in Jämtland bei Ragunda gesammelt worden.
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