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Querschnitt. Offenbar ist sein Bau so einfach, wie man sich denken
kann. Sie entstehen dadurch, dass die Zellen der drei äussersten Schich-
ten (also Epidermis und zwei Rindenschichten) sich erweitern und teil-
weise platzen. Die Zellenlamellen strecken sich auch radial, während
die zwischen den Pneumathoden gelegene Epidermis tangential zu-
sammengepresst wird. Durch diese Pneumathoden stehen die gros-
sen Interzellularräume der primären Rinde in direkter oder wenig-
stens in fast direkter Verbindung mit der äusseren Atmosphäre (in
Fig. 5 b erscheint der eine Interzellularraum auswärts von einer
Zellenschicht begrenzt, und die Interzellularräume stehen auch
untereinander in Verbindung (Fig. 4 b).
Die Epidermiszellen sind oft sehr unregelmässig an Grösse und
Aussehen. Gewöhnlich sind sie in die Länge gestreckt oder biswei-
len sogar isodiametrisch; die Zellenwände werden von Chlorzinkjod
gelbbraun, von Sudan III rot gefärbt und sind also verkorkt; zudem
geben die Radialwände eine schwache Holzreaktion (Phloroglucin +
HCl). Die Pneumatophoren des ein wenig trocken stehenden Exemp-
lares hatten gleich unter der Erdoberfläche reichlich Wurzelhaare.
Diese kamen dagegen an dem Pneumatophoren des im Warmhaus-
bassin stehenden Exemplares sehr selten vor. Das steht in Bezie-
hung zu dem Wassergehalt des Grundes, was aus den betreffenden
Untersuchungen mehrerer Forscher hervorgeht. {»die Wurzelhaare
werden durch den Wassergehalt des Bodens derart beeinflusst, dass
im Feuchten Herabsetzung oder völliger Schwund der Wurzelhaare
eintritt», sagt Freidenfelt in Bibl. Bot. Heft 61].
Fig. 4 a zeigt einen Teil des Zentralzylinders mit seinem sehr
grosszelligen Perizykel. An den Pneumatophoren und den Neben-
wurzeln ist der Zentralzylinder diarch oder triarch, an den Wurzeln
ist er tetrarch bis polyarch. Es scheint bei den Pneumatophoren
gewöhnlich zu sein, dass der Diameter des Zentralzylinders gegen
die Spitze hin ein wenig, wenn auch unbeträchtlich, anwächst (siehe
oben!), was wohl mit der Gewebespannung in Beziehung steht.
Bei den Pneumatophoren des auf trocknerem Boden wachsenden Ex-
emplars sowie auch bei den Lobelia-Wurzeln ist der anatomische Bau
ähnlich dem der oben beschriebenen Pneumatophoren, und zwar in
jeder Hinsicht, ausser in der relativen Mächtigkeit der primären
Rinde (siehe obige Tabelle), was durch die Rindenzellen verursacht
ist, die gewöhnlich mehr abgerundet sind und relativ viel kleinere
Interzellularen besitzen; sehr kleine Interzellularen hat besonders
die innere Hälfte der Wurzelrinde.
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