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km. VSV von der Kirche, Gemeinde Anundsjö in Ångermanland.
Hier entspringt eine Quelle, deren Wasser bei meinem Besuch am
16. Juli 1913 eine Temperatur von + 4° C. hatte (4 Uhr Nachm.,
Lufttemperatur + 18,5? C.) Am Ausfluss der Quelle war das Wasser
ein bischen tiefer als ebwas weiter hinaus, und hier wuchs Sphagnumri-
parium v. fluitans mit Amblystegium exannulatum v. Rote! zusammen.
Unmittelbar davor begann ein Polytrichum-Gürtel, der die Quelle etwa
halbwegs vom See absperrte; die noch übrige Strecke nahm ein
ziemlich schmaler Gürtel von Amblystegium exannulatum v. purpu-
rascens, mit Sphagnum riparium v. speciosum vermischt, ein. Die
Quelle war also eigentlich ganz vom See isoliert, teils durch Polytri-
chum, teils durch Amblystegium; das Wasser aber floss besonders über
dieses in den See hinüber.
Die Kaltwasserform befand sich einerseits in der Quelle selbst,
wie v. /luitans, anderseits unmittelbar davor, am Rande des Poly-
trichum-Gürtels und im Amblystegium-Gürtel, wie v. speciosum. Sie
hörte jedoch auf, sobald die Wassertemperatur + 6° C. überschritt;
schon bei dieser Temperatur war sie schwächer ausgebildet, und
bei noch höherer Temperatur fehlte sie gänzlich. Ungefähr 1 dm
vom Rande des Polytrichum-Gürtels fehlte sie, und unmittelbar
vor dem Amblystegium-Giirtel gedieh die normale v. speciosum üppig
(Fig. 1 a). Da die Sommertemperatur des Quellwassers als ziemlich
konstant angesehen werden muss, scheint die Maximaltemperatur,
der die Form ausgesetzt ist, + 6° C. nicht übersteigen zu dürfen.
Können jedoch nicht andere Faktoren, als die niedrige Wasser-
temperatur, hier mit im Spiele sein? Dass das Wasser allein nicht
einwirken kann, scheint mir daraus hervorzugehen, dass sowohl v.
speciosum als auch v. fluitans von dem gleichen Geschick betroffen
worden sind.
Es könnten ja möglicherweise Stoffe im Wasser vorhanden sein,
die der Pflanze mehr oder weniger schädlich sind. Diese Annahme
wird aber wegen des üppigen Aussehens der Form, wegen ihrer
kräftig grünen Farbe und ihres Aufhörens bei + 6° C hinfällig.
Es bleibt mir demnach keine andere Erklärung übrig als die nied-
rige Temperatur des Wassers. Dass es sich hier nur um die niedrige
Temperatur während der Vegetationsperiode und nicht um die nied-
rige Durchschnittstemperatur handelt, scheint mir selbstverständ-
lich zu sein.
‘Die Amblystegien wurden von Herrn Lektor H. W. ARNELL bestimmt.
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