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Wie das umfangreiche Archespor von Anfang an entsteht, daräber
habe ich keinen Aufschluss bekommen können, da die jüngsten
Stadien der Samenenentwicklung in meinem Material fehlten. Ich
begnüge mich deshalb zu konstatieren, dass der ganze nicht-epider-
male Nucellus sich ins Archesporgewebe gewandelt hat. Dieses
Archesporium scheidet sich auch dadurch von dem der gesunden
Samenanlagen, dass es keine Schichtzellen abgibt. In den jungen
Stadien sind sämtliche Zellen und Zellkerne derselben von ansehn-
licher Grösse. Es scheint deshalb, als wären sie alle fähig, die Re-
duktionsteilung zu erfahren. Doch sind es in der Tat nur wenige,
die in das Synapsisstadium eintreten. Dies dürfte aber kaum der
gegenseitigen Konkurrenz der Archesporzellen zuzuschreiben sein,
sondern vielmehr denjenigen Einflüssen, die die Unfruchtbarkeit der
Samenanlagen verursachen und die unregelmässigen Wachstums-
erscheinungen derselben hervorrufen. Der Zeitpunkt der Bildung
der Sexualzellen, und zwar das Stadium der Reduktionsteilung, ist
ja, wie es sich herausgestellt hat, in den meisten Fällen steriler
Samenanlagen der kritischste Punkt der Entwicklung. Die Mehrzahl
der Archesporzellen erfährt weitere somatische Teilungen und verliert
dabei allmählich das typische Aussehen eines Archesporiums. Die
Zellen und die Kerne werden somit verhältnismässig kleiner. Einige
Zellen werden von den anderen zusammengepresst, und es ist mit-
unter schwer, in älteren Samenknospen die Grenze zwischen dem
betreffenden Gewebe und der Epidermis zu bestimmen (Fig. 5 c).
In der Regel findet man jedoch in der zentralen Region der
älteren Ovula einen deutlich abgegrenzten Komplex von Zellen,
die beträchtlich weitlumiger als die umgebenden epidermalen
sind (Fig. 6c). Auch in denjenigen Zellen, die die hetorotypische
Teilung anfangen, trelen bald Störungen ein, und die weitere Ent-
wicklung derselben wird gehemmt. In Fig. 5c ist das obere Ende
einer Samenknospe dargestellt, wo beim Zuwachs ein paar Arche-
sporzellen eine unregelmässige Lage bekommen haben; die hypo-
dermale Mutterzelle, von welcher sie beide stammen, hat sich
wahrscheinlich in besonderem Grade im mikropylarer Richtung
gestreckt, und die periklinen Teilungen in den ausserhalb liegenden
Epidermiszellen sind eingestellt worden.
Es ist interessant zu beobachten, dass der beschriebene anomale
Bau des Nucellus und vor allem der vollständige Ausfall des Game-
tophyten nicht im mindesten auf die weitere Entwicklung der übri-
gen Teile der Samenanlagen einzuwirken scheinen. Die Integumente,
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