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handelt, wie ich sie z. B. bei der Rasse »Emile de Wildeman»
fand. Ich habe bei »Marinka» nie mehr als einen ausgewachsenen
Embryosack in einer und derselben Samenanlage gefunden, und
die Lage der Kerne spricht auch nicht dafür. Es dürfte vielleicht
nicht unwahrscheinlich sein, dass hier nach der dritten Kernteilung
im Sacke sieben der Kerne das Zellengewebe der Embryosack-
spitze gebildet haben, während der achte frei bleibt.
In einigen Samenanlagen erhöht sich die Anzahl der Embryosack-
kerne durch das Vorkommen von zwei freien Kernen (Fig. 9 a u.
d). Diese sind immer von derselben Grösse und Gestalt, beträcht-
lich kleiner als der sonst vorkommende einzige Polkern. Oben
wurde ein Fall von einem solchen fünfkernigen Embryosack bei
Jussieua suffruticosa (Fig. 3 g), und einer bei Godetia Whitneyi (Fig.
6 e) erwähnt. Auch bei Fuchsia procumbens habe ich einmal die-
selbe Erscheinung gesehen (Fig. 15 d). Ich halte es für wahr-
scheinlich, dass es sich in allen diesen Fällen um Teilung des
Polkerns handelt. Eine solche, ohne vorausgehende Befruchtung
einsetzende Teilung des haploiden Polkerns brauchte wohl nicht
auffallender sein als die Teilungen, die zu dem oben beschriebenen
gelegentlichen Auftreten von mehrzelligen Eiapparaten führen. Da
ich das weitere Schicksal der beiden Tochterkerne nicht beobachtet
habe, lässt sich nicht sagen, ob sie als Polkerne aufgefasst werden
sollen — wenn eine spätere Verschmelzung vorkäme, wie bei Gar-
cinia, wo nach TREUB (1911) die verschmelzenden Polkerne Tochter-
kerne sind — oder als Endospermkerne — wenn sie dauernd frei
blieben. Trifft das letztere ein, so scheint es doch, als sei diesem
»partenogenetischen Endosperm» eine Weiterentwicklung nicht
möglich, denn mehr als zwei freie Kerne waren in unbefruchteten
Embryosäcken der betreffenden Arten nicht zu sehen. Auch bei
einer anderen Pflanze mit vierkernigem Embryosack ist dieselbe
Erscheinung beschrieben worden, nämlich bei Clintonia (SmirH 1911):
»in two cases two free nuclei were found below the egg apparatus,
presumably derived from division of the polar nucleus.» Eine
Übersicht über die Angaben von Endospermbildung ohne Be-
fruchtung ist von TiscHLER (1912) geliefert.
Zuletzt sei ein Fall von Umkehrung der Polarität des Sackes
erwähnt. Fig. 10 b zeigt einen Embryosack, an dessen mikro-
pylarem Ende keine Kerne zu finden sind. An dem chalazalen
Pol beobachtet man dagegen vier Kerne, von denen zwei in deut-
lichen Zellen liegen, die den Eindruck von Synergiden machen. Die
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