Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
340
des Schlauchs ist eine kleine Zelle mit degeneriertem Inhalt abge-
setzt; diese dürfte die oberste Tetradenzelle vorstellen.
Bei anomaler Gametophytenentwicklung dieser Art tragen aber
die Kerne nicht immer solche augenfälligen Zeichen der Degenera-
tion. Häufig unterscheiden sie sich nur dadurch von normalen Em-
bryosackkernen, dass sie grösser und chromatinärmer sind. Es
gibt demnach eine beträchtliche Menge Samenanlagen, deren
generative Region, ohne das für übernährte Zellen charakteristische
Aussehen zu haben, doch von solchen Störungen beeinflusst ist,
dass sie verhindert wird, die normale Ontogenese zu durchlaufen.
In Fig. 11 h ist eine Tetrade abgebildet, wo sämtliche Megasporen
ausgewachsen sind. Die mikropylare, in welcher die Entwicklung
fortgesetzt wird, ist aber so erschüttert, dass sie sich wahrscheinlich
nicht zum fertigen Embryosack entwickeln kann. Die gewöhnliche
Polarität ist verwischt; die Kerne teilen sich ungleichzeitig und
sind von verschiedener Grösse; die beiden grösseren sind blasenartig
aufgetrieben und chromatinarm. Fig. 11 g zeigt eine »Tetrade»
von drei Zellen. Die mikropylare Megaspore ist der völligen
Degeneration anheimgefallen; das Plasma ist degeneriert und die
Kerne sind verschwunden. Die mittlere Tetradenzelle hat das Vier-
kernstadium erreicht; sämtliche Kerne derselben sind gesund. In
der chalazalen Megaspore befinden sich nur zwei Kerne; diese sind
aber beträchtlich grösser als die vorigen. Eine Wand zwischen den
beiden unteren Tetradenzellen ist nicht zu beobachten. Fig. 12 b
stellt einen unnormalen Embryosack dar, der vielleicht vier Mega-
sporen mit aufgelösten Querwänden entstammt. In dem in Fig. 12
c abgebildeten Embryosack ist die normale Entwicklung gleichfalls
gestört. Das Plasma ist viel dichter als in normalen Fällen; die
Kerne teilen sich ungleichzeitig, und einer von ihnen scheint über-
nährt zu sein. Unte:halb des Sackes sieht man vier grössere
Zellen, von denen die oberen den Eindruck von Megasporen ma-
chen, während die unteren wegen der kleineren Kerne eher an
Nucelluszellen erinnern.
Es ist sehr gut möglich, dass die zuerst beschriebenen Unregel-
mässigkeiten in dem fertigen Embryosack, z. B. die übernormale
Zahl der Zellen im Eiapparate, wenigstens zum Teil gerade von
Einflüssen derselben Art herrühren, die in den vorhin erwähnten
Fällen zur völligen Veränderung der gewöhnlichen Ausbildung des
Gametophyten führen.
Die Entstehung solcher monströsen Bildungen bei der Embryo-
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>