- Project Runeberg -  Upsala Universitets Årsskrift / 1862 /
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4 W. E. Lidforss.

Käyferl. Maj. Privilegio, fondern auch mit fonderbarer Käyferl. Appro-
bation und genehmhaltung, als einer gemeinnutzigen und der Teutfchen
Nation zum beften angefehenen Arbeit”, veröffentlicht wurde, hat zwar
den optativ aufgegeben und das konjugazionsfyftem zu hauptfächlicher
äbereinstimmung mit der jetzt gewöhnlichen aufstellung desfelben ge-
bracht; äber die verwendung der fo genannten fögeweife im fatze aber
giebt er im IV kapitel der fyntax nur folgende regel: ”X. Die föge-
wörter dafs, damit, auf dafs, nehmen die fögeweife des zeitwortes zu
fich: und zwar wenn die gegenwertige zeit vorher geht, folget auch die
fögeweife in der gegenwertigen zeit: gehet aber eine vergangene zeit
vorher, fo folget die figeweife in falt vergangener zeit. Dals, aber
nimmt auch zuweilen die anzeigungsweile zu fich.” — Der erfte, der in
all das bunte gewirr der älteren verfasser einigermasen ordnung brachte,
war BÖDIKER; nicht nur, dass feine arbeit !) äöberhaupt häbsch ordentlich
und mit beherrschung des materials ausgeföhrt ift, londern mitunter
trifft man fogar bemerkungen, die fo fein und dabei fo gut formulirt
find, dass fie immer noch volle giältigkeit behaupten können. Zwar
bietet auch er iber unfern gegenstand nicht vieles dar, man kann aber
schon in dem wenigen einen neuen geilt spören. Das betreffende findet
fich in der fyntax unter LXIII, fo lautend: ”Die conjunctio dass, wenn
fie eine gewifsheit, oder dieweil und nach dem bedeutet, hat meiftens
den indicativum; wenn fie aber einen wunsch oder end-urfach bedeutet ,
oder auf dafs, damit, hat fie einen conjunctivum. ... Auf folche weife
wird es gegeben mit dem ut: Gr. Ive, öres, wWss Oder ift es eben
fo viel als auf dass, damit: welche conjunctiones auch allemal einen
conjunctivum erfordern.”

”Diefe conftruction wird auch negativ alfo beobachtet: dafs nicht,
auf dafs nicht, damit nicht. Ne, ut ne. ve un. Es wird aber auch
dass oder dass nicht, gefetzet mit dem conjunctivo nach den verbis,
die ein bitten, gebieten, ermahnen, raten, erinnern, antreiben, ordnen,
tun und verrichten, wollen und begehren, beforgen und zulaffen bedeuten:

fchaft, Vermögen, Unvergleichlichkeit, Grundrichtigkeit, zumahl etc. Ausge-
fertiget von Justo Georgio Schottelio D. Färftl. Braunfcehweig: Läneburg. Hof-
und Confiftorial-Rahte und Hofgerichts-Alffeffore. Braunfchweig, Gedrukt und
verlegt durch Chriftoph Friederich Zilligern, Buchhändler. Anno M. DC. LXIII.
— Das buch enthält in 1466 pp. in 4:o (excel. an die 200 unbezifferten)
eine maffe von abenteuerlichkeiten, worunter zuerft ”zehen Lobreden von der
Uhralten Teutfeben Haubt Sprache.”

!) Johannis Bödikeri, P. Gymn. Svevo-Colon. Rect. Grundfätze Der Teut-
fchen Sprache etc. Verbeffert und vermehrt von Joh. Leonh. Frifch. Berlin
Verlegts Christoph Gottlieb Nicolai. M. DCC. XXIII — Aus dem vorbericht
geht hervor, dass dies die dritte ausgabe fei.

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