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42 W. E. Lidforss.
" präfens konjunktivi: nune wil ich nibt erwinden, unz ez mir werde
bekant 107. und noch 974. 976. 1562. 1563; oder mit präteritum indi-
kativi: unz er ir kände då gewan 89. unz er die grözen sterke sit
"an Sifride vant 97. dann auch 151. 168. 609. 631. 653. 674. 1079.
1189. 1195. 1300. 1371. 1504. 1564. 2287. Mit prätens indikativi
kommt es nur einmal vor: ich trowe iuch wol behöeten unz uns ku-
met der tac 1766, mit präteritum konjunktivi niemals. Dies scheint
in der ganzen md. literatur regel, denn auch BENEKES und MäöLLERS
wörterbuch liefert kein beispiel des gegenfatzes. 1n der bedeutung fo
lange findet es fich im NIB. nur einmal, und dann, wie in diefer be-
deutung fonft immer, mit dem indikativ: al die wile und Etzel bi
Kriembhilte stuont 1203. Daz, wenn es Io viel als unz heist, folgt
derfelben regel wie diefe partikel, kommt aber nur dreimal vor 300.
608. 659. ’ Der konjunktiv 2305. beruht aber auf indirekte rede. — In
der modernen sprache ilt der indikativ för lämmtliche temporalpartikeln
unstreitig; eine ausnahme machen nur ehe, bevor und bis, welche,
wo der eintritt der handlung als unbestimmt oder von irgend einem
umstande abhängig dargestellt wird, bei LUTHER noch häufig, bei den
jängeren aber öberhaupt fehr felten mit dem konjunktiv verbunden wer-
den: bis dass himmel und erde zergehe, wird nicht zergehen der klei-
nefte buchstab, noch ein titel vom gefetze, bis dass es alles gesehehe
MATTH. 5: 18. Der hahn wird nicht kräben bis du mich dreimal habeft
verleugnet Jo. 13: 38. Bemerkenswert ift LUK. 15: 4, 8. wo ULFILAS
den indikativ, LUTHER den konjunktiv verwendet; eben fo, obschon
von ganz entgegengefetzter feite, I SAM. 9: 13: wenn ihr in die stadt
kommt, fo werdet ihr ihn finden, ehe denn er hinauf gehe auf die
höbe zu essen, wo die späteren ausgaben den Lutherischen konjunktiv
gegen den indikativ gehet vertauscht haben. SCHILLER hat: bleibt
doch, bis meine wirtin kommt. VI: 15. Lass lehn, wie viel man fol-
cher maulwurfshaufen mus iber ”nander letzen, bis ein berg draus wird,
wie der geringite nur in Uri! ib. 28. Entlasse das glöck, das dir als
sklave hat gedient, eh’ es fich zärnend felbft befreit. VIL. Und unter
feinen trämmern begrab’ ich mich, eh" mich ibr wille zwingt ib. Last
mich dieten riss schnell heilend schliesen, eh’ er ewig wird ib. 242.
Hieraus geht hervor, dass auch in diefer art fätzen die wahl des
modus lich nicht mehr nach wirklichkeit oder möglichkeit richtet, fon-
dern dass auch da, wo der inhalt des nebenfatzes etwas noch unstatt-
haftes ilt, diefe nicht-wirklichkeit als schon durch die einleitenden
konjunkzionen hinlänglich bezeichnet angelehen wird, und dem zufolge
schlechthin der indikativ gefetzt.
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