- Project Runeberg -  Upsala Universitets Årsskrift / 1862 /
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14 EH. Schulte.

Die nicht alzu grosse Meridian-Höhe des Planeten war, unabge-
sehen von unserer wenig darchsichtigen Luft, öbrigens ein allgemeiner
Grund, warum keine Beobachtungen der Mars-Fläche bei dieser inte-
ressanten Opposition mit Vortheil hier vorgenommen werden konnten.

Bei den Beobachtungen gieng fast immer viel Zeit dadurch verlo-
ren, dass das Marsbild nur momentan ziemlich ruhig war. Im Ab-
warten dieser gönstigsten Augenblicke liess ich nämlich bei jeder Ein-
stellung Mars za wiederholten Mahlen das Feld durchgehen. Die oft
grosse Entfernung zwischen zwei auf einander folgenden Einstellungen
ist dadurch erklärt -— keine Einstellung wurde hier aasgeechlossen, alle
im Jouarnale angezeichneten aber ohne Ausnoahme mitgenommen.

Endlich ist zu bemerken, dass ich bei jeder Messung immer die
Finstellungen ganz von Neuem ausföhrte, um mich vor jeder Möglich-
keit einer Prieoccupation zu verböten.

Ich gebe bei den Beobachtungen keine Ablesung des Poseitionkreises
an, weil ich vor dem Anfange jeder Beobachtang immer die Stellung
der Fäden durch Sternpassagen gehörig pröfe und berichtige.

Der bei den Beobacbtungen angewandte Sternzeit -Chronometer
wurde immer vor und nach den Beobachtungen mit der Pendeluhr im
Meridianzimmer vergtichen.

Bemerkungen äber die Beobachtungen. Die Vorbemerkungen tber
die Gute der Beobachtungen sind nur auf die mehr oder weniger
gönstigen Verhältnisse an den Beobachtungs-Abenden begröndet.

Das einer Beobachtung angesetzte Fragezeichen ist immer vor der
Ablesung der Micrometer-Scale niedergeschrieben, so oft ich irgend
einen Grund hatte, um die Zuverlässigkeit der Beobachtuog zu be-
zweifeln (gewöhnlich bedeuten die Fragezeichen, dass das Pointiereno
des Sterns in Folge schlechter Fadenbelevochtong mir nicht ganz be-
friedigend erschien). Ein solches Fragezeichen berechtigt also volikom-
men, die fragliche Beobachtung zu verwerfen, wenn sie von den öbrigen
stark abweichen sollte.

Ubrigens habe ich mir nie erlaubt, einzelne Beobacbtungen nur
aus dem Grund auszuschliessen, dass ibre Abweichungen vom Mittel
etwas bedeutend ausfielen. Auch an den gönstigsten Abenden kommen
gewöhnlich immer ein Paar solche stark abweichende Beobachtungen
vor, welche doch auf das Mittel sehr wenig einwirken, dagegen aber
den mittleren Febler einer einzelnen Beobachtung der fragclihen Reihe
merklich vergrössern.

Von dem Gesagten folgt also, dass ich bei den Reductionen mich
bemäht habe, dass die Resultate nie besser erscheinen, als alle die

vorkandenen Beobachtungen es rechtfertigen können.

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Project Runeberg, Fri Oct 18 18:40:53 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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