- Project Runeberg -  Ymer / Årgång 23 (1903) /
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(1882)
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Litteratur.

H. H. V. SCHWERIN: Fcniciemas kringseg af Afrika omkr. år 600 f Kr.

Lunds universitets årsskrift Bd 38, Afd. 1, N:o 6. Lund 1903. 4:0,58 S.

Wenige geographische Fragen des Altertums haben die
Aufmerksamkeit der Forscher so oft auf sich gezogen, als die nur von Herodot
mitgeteilte kurze Geschichte von der Umseglung Afrikas durch die Phön-zier,
und doch ist das Ergebnis der vielfachen Untersuchungen bisher wenig
befriedigend gewesen. Das grosse Heerlager der Gelehrten bleibt getrennt
in Freunde und Feinde einer wirklich ausgeführten Umfahrt des
afrikanischen Erdteils. Auch der Verfasser vorliegender Arbeit tritt in die
Frage ein, ohne zu einem abschliessenden Urteil zu gelangen; aber ich
will ihm gern bestätigen, was er in den Schlussworten ausspricht, dass er
bei seinen Untersuchungen mit der grössten Gewissenhaftigkeit verfahren
sei, und dass er hoffe, seine Arbeit werde doch einigen Nutzen schaffen
und Wert behalten. Gewiss ist es auch der wissenschaftliche Ernst, der
die ganze Darstellung durchweht, dem wir mit wachsender
Aufmerksamkeit folgen, wenn man auch nicht überall zustimmen kann.

Der Verfasser geht davon aus, uns die geographischen Grundlagen
der Phönizienfahrt darzulegen und vor allem die Stellung Herodots zu den
Fundamentalfragen zu zeigen. Dazu gehört die Auffassung, die Herodot
von der Grösse, den Grenzen und der Lage Afrikas hat, ferner wie er
sich den west-östlichen oberen Nillauf denkt u. s. w. Einen definitiven
Abschluss der ganzen Frage, meint der Verfasser, können wir dadurch
nicht gewinnen, aber in den Worten Herodots, mit denen er die
Geschichte der Fahrt erzählt, liegt nichts, weshalb wir die Glaubwürdigkeit
von Herodots Erzählung verwerfen sollten. Trotzdem bleibt das Ganze
noch ein Rätsel.

Die Untersuchung befasst sich nun vor allem mit Herodot und sucht
ihn, gegenüber früheren recht abfälligen Urteilen, als einen der
zuverlässigsten alten Geschichtsschreiber hinzustellen. Doch wollen wir hier
einflechten, dass Herodot bei allem Bestreben nur Wahres zu berichten, doch
unverkennbar die Neigung hat, sich in allen Ländern besondere nach
Wunderdingen umzusehen. So heisst es zum Beispiel lib. IV. 82:
„Wunderdinge hat dieses Land (Skythien) nicht“; dagegen II. 25: „Jetzt will ich
ausführlich über Ägypten sprechen, weil es viel mehr Wunder enthält, als
alle andern Länder“. Natürlich sind nur Merkwürdigkeiten gemeint, aber
man sieht doch, dass allgemeine Landes- und Volksverhältnisse ihn wenig
interessieren. Es muss schon etwas Rares sein.

Herodot, meint der Verfasser, kann keinen Anspruch darauf machen,
in der Geographie als Fachmann zu gelten, aber er zeigt eine klare,
nüchterne Auffassung geographischer Grundbegriffe. Er forscht nach den
entlegensten Ländern und Meeren der Erde. Indien gilt ihm als das

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