- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift för bok- och biblioteksväsen / Årgång XVIII. 1931 /
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(1914-1935)
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FRÅN BOK- OCH BIBLIOTEKSVÄRLDEN

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på följande sätt: Geh.-Rat Prof. Dr K. Haebler
hedersordförande, riksbibliotekarien Collijn
ordförande, bibliotekarien V. Madsen, vice-ordförande;
styrelsemedlemmar: M.-Louis Polain, Paris,
universitetsbibliotekarien prof. dr E. v. Rath, Bonn, och
bibliotekarien V. Scholderer, London. Till
sekreterare och skattmästare valdes biblioteksrådet dr M.
J. Hus un g, Berlin och till utgivare av Sällskapets
publikationer dr K. Ohly, Berlin.

Vid professor Voulliémes död förelåg ett antal
planscher till en kommande publikation redan
färdiga till utgivning. Dessa hava nu av dr Ohly jämte
nytt material utgivits såsom årg. XXIII—XXIV
(1929—1930), omfattande Taf. 1794—1888. Samtidigt
har Sällskapets serie »Beiträge zur Inkunabelkunde»
återupptagits med H. VI: JF. Jansen, Das älteste
gedruckte Reisebrevier der Bursfelder
Benediktinerkongregation. Priset på de två årgångarna har satts
så. lågt som till 60 rmk.

Wurzburg.

»Schwedenausstellung» in Wurzburg im
Oktober 1931.

Am Sonntag den 18. Oktober 1931 waren
es 300 Jahre, dass Gustav Adolf, der drei
Tage vorher an der Spitze schwedischer und
deutscher Truppen in die Stadt Wurzburg
eingezogen war, die über dieser Stadt zum
Schütze thronende Feste Marienberg mit
stürmender Hand genommen hatte. Der
Fürstbischof von Wurzburg, Franz von Hatzfeld,
war schon Tage vorher aus seinem Land
geflohen, und Gustav Adolf trat nun die
Regierung in den fränkischen Landen an, die nach
seinem Tode bis nach der Schlacht bei
Nörd-lingen 1634, der grossen Wende des
schwedischen Kriegsglücks, sein treuer
Verbündeter, Herzog Bernhard von Weimar, überkam.

Zur Erinnerung an diese schwere Zeit
Würz-burgischer Geschichte hatten die
Universitätsbibliothek und das Staatsarchiv in dieser
Stadt eine »Schwedenausstellung» zugerüstet,
die im Ausstellungsraum der Bibliothek, in
der Alten Universität des Bischofs Julius
Echter, einen passenden Rahmen fand. Die
reichen Bestände der beiden veranstaltenden
Institute und zahlreiche Leihgaben aus
öffentlichen und privaten Sammlungen von nah
und fern hatten dahin zusammengewirkt, dass
eine lebendige Schau sich auftat, die sehr
wohl ein Bild von der Grosse und auch von

22 — 31670. Nord, tidskr. för bok- och biblioteksväsen

der Schwere und der Tragik jener Zeit
vermitteln konnte, da nicht nur die feindlichen
Heere, sondern auch die durch
Weltanschauung und Religion geschiedenen Geister
hart aufeinanderstiessen, um sich dann doch
in jahrelangen Beieinanderwohnen
miteinander abzufinden.

Auf bildliche Veranschaulichung der
Ereignisse und Zustände war besonderer Wert
gelegt; neben den wichtigsten Stätten jener
Geschehnisse im Gesicht und Gewand der
damaligen Zeit und neben den seltenen
Flugblättern über die Einnahme der Stadt und
Festung waren die Porträts der führenden
Männer aus beiden Lagern zu sehen, allen
voran Gustav Adolfs. Eines der
lebenswahrsten Bildnisse des Königs, die anspruchslose,
aber ungemein eindringliche und aufs
Charakteristische bedachte Rötelskizze eines
Nürnberger Meisters L S (Lorenz Strauch ? Lukas
Schnitzer?) v. J. 1632 war eben erst vor
kurzem in Madenhausen bei Schweinfurt, wo der
König im Oktober 1632 kurze Zeit Quartier
genommen hatte, wieder aufgetaucht (s. die
Veröffentlichung des Bildes in der
Monatsschrift »Mein Frankenland» vom Sept. 1931).
Auch eine Reihe weiterer Persönlichkeiten
von schwedischer Seite waren im Bilde zu
sehen, so die königlichen Offiziere Jakob
Ramsay und Axel Lillje.

Die in Schaukästen gruppierte eigentliche
Ausstellung von Büchern und Urkunden
um-fasste in ca 250 Nummern zehn Abteilungen.
Deren erste hatte von der Vorgeschichte der
Besetzung Frankens durch Gustav Adolf und
vom Nahen seines Heers über Königshofen
und Schweinfurt bis vor die Tore Wurzburgs
zu erzählen. Dann folgte die Einnahme der
Stadt und die blutige Erstürmung des
Marienbergs mit all den Nöten im Gefolge, die von
den Besiegten auszukosten waren. Hier waren
auch die Originalberichte der Ereignisse des
Oktober 1631 sowie die ersten, meist von
schwedischer Seite aus erfolgten historischen
Darstellungen gezeigt. Auch von der
Kriegsbeute der Schweden, hauptsächlich von der
zum grossen Teil damals fortgeführten Julius
Echter-Bibliothek erzählten einige der in
Wurzburg verbliebenen gleichartigen Bände
mit des Bischofs Julius Supralibros und
eigenhändigem Besitzereintrag. Eine dritte
Abteilung warf Schlaglichter auf das Kriegs-,
Nachrichten- und Sanitätswesen jener Tage,

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