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Siebentes Kapitel.
Wir frieren ein.
Der Sonnenuntergang rief in der herbjtflaren Luft oft herrliche
Beleuchtungen hervor. Am Abend des 19. November glänzte die ganze
Steppe in intenfiv brandgelbem Lichte; weit umher fchien das Schilf
in Flammen zu jtehen. Still und dumfel fchlängelt sich der Fluß
durch) das Dickicht, die Verstecke des Königstigers. Es pfeift und
ftöhnt in den Eisjcheiben, die alle Lägunen bedecken. Manchmal blitzt
es wie ein eleftrijcher Funfe, in dem dunkeln Wafjer vor uns auf,
wenn eine vorher unfichtbare Treibeisicholle fich zufällig in einem
Wirbel querftellt und eine glashelle Ecke iiber das Wasser erhebt, in
der ji) die Strahlen der untergehenden Sonne widerspiegeln, brechen
und nad allen Seiten zerftreut wie in einem Prisma spielen. Nadt
und jchwarz jtehen die Bappelftämme da und stecken ihre fnorrigen,
dürren Zweige über die Wogen des lebenspendenden Flusses aus.
Am nächsten Abend erreichten wir Ketjchif, einen Bunft, wo
der Fluß vor einigen Jahren jein altes Bett verlaffen hat und fic)
einen neuen Lauf quer durch die wilde, öde Sandwüfte gesucht hat.
Da Diefer Teil des Flusses für gefährlich galt, Hatten fich hier einige
eingeborene Befe und Kahnführer verfammelt, um ung Hilfe zu leiften.
Das Gerücht von unferer Wafferreife Hatte fich in Innerafien weit
umher verbreitet. Doch die Eingeborenen wußten nie, woher wir
famen, noch, wo unsere Fahrt enden sollte, fie fanden nur, daß ih
ein außerordentlich jonderbarer Menjch fein müsse. Mehr als zwei
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