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60 Meter hohe Sanddünen erhoben sich auf dem rechten Tarimufer.
Regungslos und gelb stechen diese ungeheuren Berge von losem
Sande grell gegen das klare, muntere Wellenspiel an ihrer Basis ab.
Man empfindet diesem Spiele der Natur gegenüber ein Gefühl
feierlichen Ernstes, und als wir langsam unter dem steilen Abhange
hinglitten, war es mir, als träte ich in eine gothische Kathedrale von
einfacher, aber darum nicht weniger erhabener Arkitektur ein. Ich
erklomm den Gipfel einer Düne, um unter meinen Füßen den Fluß
sich wie ein umbedentendes, bläuliches Band nach Osten schlängeln und
in der Ferne verschwinden zu sehen und um meine Blicke nach Süden
über die unfruchtbare, unheimliche Sandwüste hinschweifen zu lassen.
![]() |
| Tokkus-kum, das Nordufer der Sandwüste. |
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