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Nach dem Lande der wilden Kamele. 127
plaudernd, Tee trinfend, rauchend und feilfchend sitzen sehen. Ali Ahun,
ein Kutscharer Schneider, gründete bier ebenfalls ein wohlföbliches Eta-
blijjement und hatte vom Morgen bis zum Abend alle Hände voll zu tun,
Sp herrjchten nach der Wüftenftille um mich herum Leben und
Bewegung. Auf dem Marfte wimmelte es von Neitern und Wande-
vern. Es war ein Kommen und Gehen jondergleichen, und erst wenn
der lebte Gast abgezogen war, wurde die große chinefiiche Papier—
faterne, die mitten auf dem Marfte hing, ausgelöjcht. Nur das euer
Malenfi und Maltschit.
brannte dann noch, und das einzige, was man hörte, waren die Schritte
des Nachtwächters und das Bellen der Hımde.
Die jchönen Ruhetage — wenig mehr als eine Woche — waren
bald vergangen, und es wurde Zeit, wieder zu neuen Erlebniffen und
Abenteuern in den Wüsten aufzubrechen, wenn wir uns nicht von dem
bald eintretenden, glühendheigen Sommer überrafchen lassen wollten.
Also lebe wohl Jangi-köll mit deinem gemütlichen Landleben, deinen
gajtfreien Hütten umd deinen stets gefüllten Fleischtöpfen! Die Zeit
vergeht jo jchnell, wenn man den Kopf voller Pläne hat, und Tibet
lockte uns mit jeinen Gefahren, jeinen öden, schneebedeckten Gebirgen.
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