Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 13. Lebensgefährliche Seefahrten
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150 Dreizehntes Kapitel.
und Kirgui Pawan, einem alten Manne, der mir 1896 jehr große
Dienste geleistet Hatte und dieses Land ganz genau kannte. Die Hunde
besatzung bejtand aus Maschka, Jolldasch und den beiden jungen Hunden,
die mehr als komisch anzujehen waren, besonders wenn jie, troß leb—
after Protefte, im Tarim gebadet wurden,
Die Stromgefhwindigfeit war jebt groß, und herrlich war es,
die Ufer hinter uns verjchwinden zu jehen. Eine ganze Flottille von
Kähnen umfreifte ung, an Bord herrjchte Leben und Bewegung, Die
Kosaken saßen teil vor ihrer Kajüte und plauderten, teils ließen jie
fih an Land rudern, um Wildenten zu jchießen.
Nach einigen Tagereifen wurde der Fluß unregelmäßig und
bildete mehrere Kleine, jeichte, ganz mit Schilf bewachjene Seen; mit
der Fähre über dieje hinüber zu fommen, war gar nicht leicht.
Wohl gab es ausgehauene Kanäle, in denen die Zopleute ihre Nee
auslegten, aber fie waren gewöhnlich zu eng. In einem jolchen Kanale
wären wir beinahe hilflos jtecen geblieben. Er war um 1°, Meter
zu jchmal, und auf beiden Seiten, jtanden ungeheuer dichte Heden von
4 Meter hohem Schilf. Obendrein war der Kanal fo feicht, daß die
Fähre micht jchwimmen fonnte. Nun wurden aus allen benachbarten
ssiicherdörfern Leute mit Spaten aufgeboten. Nach einigen Stunden
famen die Kühne in ganzen Schwärmen angefauft. Der Kanal wurde
tiefer gegraben und das Schilf an den Seiten weggehauen, dann wurde
die Fähre Fuß für Fuß hindurch gepreßt. Es dauerte freilich lange,
aber e3 war auch jchön fühl in dem Korridore; nur die Bremfen, Die
eine umerträgliche Plage waren, summten in Wolfen in der Luft und
fielen auf meinem Sartenblatte nieder, daß es nur jo fnallte.
Als das Schilf jo dicht wurde, daß alles Bearbeiten mit Spaten
nichts müßte, fteckten wir es einfach in Brand. Selbjt mitten im
Sonnenjchein war dieser Sumpfbrand ein großartiger Anblid. Das
Teuer griff mit erjtaunlicher Schnelligkeit um fich. Es fnallte und
jprühte zwijchen den dürren Schilfitengeln, es zischte, kochte und
dampfte, wenn das Feuer mit der Wasserfläche in Berührung kam,
die Flammen rollten wie Lavaftröme in die dichten Schilfbestände
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