- Project Runeberg -  Abenteuer in Tibet /
210

(1904) [MARC] Author: Sven Hedin - Tema: Exploration
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 17. Erlebnisse und Abenteuer in Nordtibet

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210 GSiebzehntes Kapitel,
Massen von herabgejtürzten Blöden zu Fuß weiter geflettert. Die
Wildschafe Hatten fie in immer höhere Negionen hinaufgelockt. Auf
einmal war Zogdafin zujammengebrochen und Hatte über entjeliche
Herz- und Kopfichmerzen geklagt. Tscherdon holte die Pferde herbei,
aber da der Kranke fich nicht einmal im Sattel halten fonnte, mußten
fie die Nacht dort zubringen. Togdafin bat feinen Kameraden, ihn
zu verlaffen, er müsse ja doch jterben und wo es gefchehe sei ganz
einerlei. Während der Nacht jchüttelte Tscherdon Togdafin von Zeit
zu Zeit tüchtig, damit er nicht erfröre. Als der Tag anbrach, jchlepp-
ten jie fich nach dem Lager hinunter. Togdasins Zuftand war höchit
beflagenzwert, er war ganz verwirrt. Ich Hatte ihn Hier oben im
Gebirge gefunden, ebenjo wie Aldat, und nun fchien fein Leben das
nächte zu jein, daS die Geijter der Berge als Opfer fordern würden.
Ganz jo jchlimm war es jedoch nicht. Wir jchleppten ihn während
der Erfurfion mit uns und sorgten fir ihn nach beiten Kräften. Im
Hauptquartier wurde er dann gepflegt, aber jeine Krankheit war
außerordentlich hartnädig. Wir brachten ihn noch lebend in die Tief-
ebene hinunter, und in der Kleinen" Stadt Tscharchlik erholte er sich.
Aber er blieb für den Neft feines Lebens ein Krüppel. Wie bei
Aldat waren auch jeine Füße schwarz geworden, und jie fielen ihm nım
buchstäblich Stück für Stück ab, zuerjt die Zehen, darauf die Musku—
latur des Fußes, jo daß der Knochen bloß lag. Er konnte nicht mehr
gehen, aber er war die ganze Zeit — im April 1901 — ausgezeich-
neter Laune und beflagte fich feinen Augenblick. Ich schenkte ihm ein
Pferd, Kleidungsftüde und eine Geldiumme, und er war eitel Dank—
barkeit. Armer Togdafin, ob er wohl noch lebt?
Inzwischen wurde das Boot früh am Morgen des 18. Novembers
in Ordmmg gebracht, und Tokta Ahun ruderte mich über die jalzige
Tiefe des jpiegelblanfen Sees. Diesmal waren wir vorfichtig; außer
Segel, Rudern, Rettungskissen, Tieflotungsapparaten und anderen In-
ftrumenten nahmen wir Proviant für zwei Tage, eine fupferne Kanne
mit Wasser, ein Säckchen mit Eisftücfen nebjt Belzen und Filzdeden mit;
in der Kleinen Jolle lag alles jo voll, daß man fich kaum bewegen konnte.

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